Dimension Land

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Schützenpanzer Puma während der dynamischen Vorführung. (Foto: BS/Bundeswehr/Marco Dorow)

Vorhaben der zukünftigen Dimension Land befanden sich ebenfalls unter den durch den Haushaltsausschuss bewilligten Vorlagen. Die größten sind dabei folgende:

Nachrüstung Schützenpanzer Puma

Mit der nun möglichen konsolidierten Nachrüstung erreicht der Schützenpanzer Puma nahezu seine volle Einsatzbereitschaft und kann seinen veralteten Vorgänger Marder vollständig ersetzen. Das Maßnahmenpaket beinhaltet eine Vielzahl an Verbesserungen, wie beispielsweise moderne Funkgeräte, die Anpassung des Führungsinformationssystems, die Verbesserung der Sichtmittel sowie die Integration von MELLS (Mehrrollenfähiges Leichtes Lenkflugkörper-System) zur Bekämpfung hochgeschützter Ziele. Zu den gebilligten Maßnahmen gehören auch die Vorbereitungen, um die turmunabhängige sekundäre Waffenanlage anzubinden. Der Vertrag sieht zunächst die Nachrüstung von 154 Pumas mit der Option von bis zu 143 weiteren Schützenpanzern vor.

Joint Fire Support Team, schwer

Das Missionsmodul Joint Fire Support Team, schwer (JFSTsw) basiert auf der eingeführten Trägerplattform Boxer und ist ein Komplementärsystem zum bereits in die Streitkräfte eingeführten System auf dem Radpanzer Fennek. “Das Missionsmodul koordiniert das Feuer dieser bodengebundenen Wirksysteme und den Einsatz der Kampfhubschrauber des Heeres, aber auch der Wirkmittel der Luftwaffe und der Marine”, beschreibt das BMVg. “All diese Systeme sind ein wesentliches Element der vernetzten Operationsführung der Streitkräfte. Gebilligt wurde die Entwicklung des JFSTsw, wobei zunächst ein Nachweismuster auf zwei Fahrzeugen hergestellt werden soll.”

Fahrzeugfamilie für die Spezialkräfte

Das Kommando Spezialkräfte erhält neue Aufklärungs-, Gefechts- und Unterstützungsfahrzeuge. Hierfür soll ein Vertrag über bis zu 80 Fahrzeuge mit einer Laufzeit von 12 Jahren geschlossen werden. Es ist eine Festbeauftragung von vier Fahrzeugen als Nachweismuster vorgesehen.

Geschützter und ungeschützter Verwundetentransport

Zwei Vorhaben aus dem Bereich des militärischen Verwundetentransports wurden bewilligt. Zum einen ist die Entwicklung und Beschaffung von geschützten Verwundetentransport-Containern, die den geschützten Transport von verletztem oder verwundetem Personal von einer medizinischen Einrichtung in eine andere ermöglicht. Das zweite ist ein Rahmenvertrag über bis zu 500 ungeschützten, geländegängigen Verwundetentransportfahrzeugen, mit denen die sanitätsdienstliche Versorgung und der Transport von Patientinnen und Patienten auch abseits befestigter Straßen und Wege gewährleistet werden soll. Sie ersetzen die veralteten Krankentransportwagen.

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