Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Am 01.07. um 08:47 teilt mir eine sehr kompetente Frau Oberleutnant aus der Pressestelle des Einsatzführungskommandos mit: “Keine deutschen Soldaten mehr in Afghanistan.” Die Abwesenheit von Ministern und/oder Abgeordneten bei der Landung der Transportflugzeuge mit dem Schlusskontingent der Bundeswehr sollte nicht überbewertet werden. Die Soldatinnen und Soldaten sind inzwischen daran gewöhnt.

Sprachliche Unschärfe übrigens auf der Internetseite der Bundeswehr: “Letzter Flieger gelandet…” “Flieger” ist die Bezeichnung eines Mannschaftsdienstgrades in der Luftwaffe und im Heer.

Weitaus interessanter die Frage, wann und wie die Mission “Resolute Support” der NATO mit dem Einholen der Flagge im Hauptquartier in Kabul beendet wird: Die Antwort kommt per E-Mail am 01.07. gegen 18:30 Uhr vom “Spokesman Resolute Support and U.S. Forces Afghanistan”: “For operational security purposes we are not able to announce when a ceremony will take place. We will look to capture it in a dignified manner which reflect highly upon the many nations who have served with us over the past 20 years.”

Mein Vorschlag:  Unmittelbar nach dieser Zeremonie in Kabul die Durchführung des Schlussappells der deutschen Beteiligung an ISAF und Resolute Support in Berlin, ressortübergreifend.  Das wäre diesmal wohl wichtiger als z.B. eine öffentliche Vereidigung am 20. Juli.

Generalmajor a.D. Wolski absolvierte Einsätze in Bosnien, Kosovo und 14 Monate in Afghanistan.

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