Sichere Daten beim mobilen Arbeiten

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Die sichere Verarbeitung, Übertragung und Speicherung muss (fast) überall möglich sein. (Foto: BS/Bundeswehr/Schmidt)

Ebenfalls Ende Juni unterzeichnete das BAAINBw einen Änderungsvertrag mit der Firma Secunet Security Networks AG, der den bestehenden Rahmenvertrag um knapp 874 Millionen Euro erweitert. Mit einer Laufzeit von vier Jahren sichert der Vertrag neben der Hard- und Softwarebeschaffung auch den Betrieb der etwa 15.000 in der Nutzung befindlichen Komponenten der SINA-Produktfamilie.

Die Sichere Inter-Netzwerk Architektur (SINA) ist eine Hochsicherheitslösung, die secunet im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entwickelt hat. Es ermöglicht die geschützte Bearbeitung, Speicherung, Übertragung und Nachweisführung von Verschlusssachen und sensiblen Daten. Ausgewählte SINA Komponenten sind dabei für die Verarbeitung und Übertragung von Verschlusssachen bis einschließlich GEHEIM, NATO SECRET und SECRET UE zugelassen. Bei Behörden und Streitkräften ist SINA im In- und Ausland seit vielen Jahren erfolgreich im Einsatz.

Das BAAINBw berichtete: “Der nun unterzeichnete Vertrag enthält Ergänzungen hinsichtlich besonderer Anforderungen der Bundeswehr an Logistik, technische Einsatzfähigkeit und Abrufberechtigungen. SINA-Produkte werden in derzeit etwa 90 Projekten im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung sowie bei wichtigen Hauptwaffen- oder Führungsinformationssystemen wie der Fregatte Klasse 125 eingesetzt. Mithilfe des neuen SINA-Rahmenvertrages kann die Bundeswehr auch weiterhin kurzfristig und effizient Bedarfe im Bereich SINA decken und erhöht somit das IT-Sicherheitsniveau hinsichtlich verschlüsselter Datenübertragung.”

Erst im Mai dieses Jahres gewann secunet den Auftrag der Bundeswehr über eine größere Anzahl von SINA Komponenten für die IT-Infrastruktur der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) der NATO. Der damalige Auftrag umfasst mehrere hundert SINA Workstation H R, die auf einem gehärteten Notebook basiert und für den mobilen Einsatz unter besonders rauen Betriebsbedingungen ausgelegt ist. Die zugrundeliegende Hardwareplattform ist insbesondere gegen Schock, Vibration, Staub und Feuchtigkeit geschützt und kann auch bei extremen Temperaturen betrieben werden. Darüber hinaus liefert secunet eine größere Anzahl Exemplare der hochsicheren Netzwerkkomponente SINA L3 Box H für die VJTF.

Mit dieser erneuten Auftragsvergabe etabliert sich SINA erneut als die sichere und BSI-zugelassene Lösung für moderne und sicherheitsrelevante Kommunikation.

2 Kommentare

  1. Was passiert eigentlich, wenn z.B. der Chinesiche Staat einfach diese Secunet Security Networks AG aufkauft? Dann wars das mit geheimen Verschlüsselungen.

  2. Das ist sicher eine gute Entscheidung, den SINA-Rahmenvertrag mit der Fa. Secunet zu erweitern. Wir von innoX, der Innovationseinheit der BWI GmbH, konnten uns übrigens von deren Expertise im “Zusammenhang von Resilienz und Cloud sowie Open Source” selbst überzeugen. Bei unserer Veranstaltung “Digitale Resilienz” war Herr. Dr. Kai Martius als Vortragender eingeladen und hat wichtige Hinweise und Impulse beigesteuert, wo die Herausforderungen bei “Resilienz in der Cloud” heute und morgen liegen. Besonders interessant fand ich, dass Betriebsmodelle wie “Infrastructure as a Service” in Public Clouds und dadurch die Monopolisierung von Hyperscalern kontinuierlich zunehmen. Infrastruktur sollte auch in Zukunft kaufbar sein, um die Kontrolle nicht vollkommen aus der Hand zu geben. Hierfür liefert secunet wichtige Planungsansätze. Als Innovationsmotor für die BWI und Digitalisierungspartner der Bundeswehr, sind wir natürlich auch gespannt, wie sich die Entwicklungsreise einer sicheren Cloud-Infrastruktur bei den SINA-Systemen fortsetzt.

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