Kommunaler Hochwasserschutz

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Hochwasser wird zu einer immer größeren Bedrohung. Neun bayerische Kommunen wollen jetzt gemeinsam Vorkehrungen treffen. (BS, Hermann, pixabay.com)

Immer wieder tritt die Volkach, ein Nebenfluss des Mains, in Bayern über die Ufer und sorgt für Überschwemmungen. Neun betroffene Kommunen haben sich jetzt zusammengeschlossen, um ein gemeinsames Schutzkonzept auszuarbeiten und umzusetzen. 

In der momentanen Ausarbeitungsphase, kam laut Leonhard Rosentritt vom Wasserwirtschaftsamt Bad Kissingen das neueste Hochwasser gerade recht, berichtet der Bayerische Rundfunk. Die Berechnungen des Konzepts konnten so direkt überprüft und angepasst werden. Projektleiter Leandro Mücke vom zuständigen Ingenieurbüro: “Wir schauen uns die Stellen nochmal an, die bei dem Hochwasser vergangenes Wochenende zu Problemen geführt haben.” Geplant sind unter anderem Rückhaltebecken, standhaftere Gräben und Brücken und Hochwasserschutzmauern. Auch im Wald seien laut Mück Maßnahmen angedacht, um das Wasser dort zurückzuhalten und zu speichern.

Beteiligt sind die Kommunen: Michelau, Gerolzhofen, Volkach, Kolitzheim, Dingolshausen, Oberschwarzach, Lülsfeld, Frankenwinheim und Sulzheim. Michael Wolf, Bürgermeister in Michelau berichtet, dass dort schon immer Probleme mit Hochwasser gegeben habe, was man an alten Häusern, bei denen Treppen hinauf zu den Eingängen führen sehen könne. Aufgrund des Klimawandels werden Starkregen und Hochwasser häufiger auftreten. Die ersten Entwürfe sollen im Herbst 2021 vorliegen, um dann von den Bürgermeistern der Kommunen bewertet zu werden. Anfang 2022 sollen die Maßnahmen dann der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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