Projekt zu KI in der Gefahrenabwehr

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Künstliche Intelligenz (KI) soll in verschiedenen Szenarien der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr zum Einsatz kommen. (Foto: BS/Gerd Altmann, pixabay.com)

Wie kann Künstliche Intelligenz (KI) in Zukunft bei der nicht-polizeilichen Gefahrenabwehr am besten eingesetzt werden, um Schadenslagen zu bewältigen oder erst gar nicht entstehen zu lassen? Dazu soll das nun gestartete Forschungsprojekt “Kommunikations- & Informationsplattform für resiliente, krisenrelevante Versorgungsnetze” (ResKriVer) Antworten liefern.

Konkret soll mit dem Projekt eine digitale Plattform entwickelt werden, mit der Informationen über die Versorgungsnetze von krisenrelevanten Gütern und Ressourcen erhoben, dokumentiert und analysiert werden können. Diese Plattform soll auch der Kommunikation mit der Bevölkerung und zwischen Krisenstäben dienen. Mit der Plattform soll die Versorgung mit z. B. Blutkonserven oder präklinischer Notfallmedizin sichergestellt werden. Zur Entwicklung der Plattform werden verschiedene Szenarien als Ausgangslage genutzt. Darunter fallen Szenarien, wie Blackouts, Pandemien und Extremwetterlagen. Es sind fünf Demonstratoren geplant. Ziel dieser Plattform ist die organisationsübergreifende Dokumentation sensibler Lieferbeziehungen. So sollen die Abhängigkeiten in Versorgungsnetzen identifiziert werden.

“Die Corona-Pandemie hat uns gezeigt, wie anfällig unsere auf arbeitsteiliger Just-In-Time Produktion basierende globale Wirtschaft für Störungen von Lieferketten geworden ist. Sofern die Wirtschaft rund läuft, erkennen wir dies nicht, erst im Krisen- oder Katastrophenfall wird dies wirklich wahrnehmbar. Auch wenn Krisen und Katastrophen selten eintreten, gilt es doch vorausschauender zu handeln und krisenrelevante Güter in geeignetem Umfang vorzuhalten, Produktionskapazitäten zu relokalisieren, alternative Versorgungswege und substituierende Produkte zu kennen”, erklärte dazu Prof. Dr. Thomas Hoppe, Projektleiter bei Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS). Das Projekt ist auf drei Jahre ausgelegt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert. Das Projekt wird vom FOKUS geleitet. Zu den Projektmitgliedern gehören u. a. die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), die Berliner Feuerwehr, Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik (IML) sowie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb).

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