Versicherungen: Warum Absicherung so wichtig ist!

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(Foto: Scott Graham, unsplash.com)

Es gibt kaum etwas, das man im Leben nicht absichern kann – von der klassischen Haftpflichtversicherung über Kranken- und Rentenversicherungen bis hin zu Reiserücktrittsversicherungen. Auch im geschäftlichen Bereich kann man sich vor Risiken schützen. Hier ist neben der Berufshaftpflicht vor allen Dingen die Rechtsschutzversicherung zu nennen.

Bei allen Versicherungen stellt sich am Ende die Frage: Steht die Höhe der Prämie im Verhältnis zum erwarteten Nutzen? Oft flucht man über hohe Ausgaben für Versicherungen, die dann doch nie zum Einsatz kommen. Aber meistens ist das etwas zu kurz gedacht.

Es gibt Szenarien, die das private Vermögen oder das eigene Geschäft massiv bedrohen können, wenn keine Versicherung abgeschlossen wurde. Nehmen wir mal an, Sie wären Betreiber einer Spielhalle. Die Versicherung von Casinos mit Haftpflicht-, Gebäudeversicherung & Co ist dabei nur ein Aspekt. Da es durchaus vorkommen kann, dass Casinos verklagt werden, ist auch eine Rechtsschutzversicherung wichtig – idealerweise ein Anbieter, der sich mit der Branche auskennt.

Wir schauen im Folgenden darauf, warum die Absicherung mit Versicherungen für Privatpersonen und Unternehmer gleichermaßen wichtig ist und wie Sie besser entscheiden können, ob eine Versicherung sinnvoll ist oder nicht.

Bei Versicherungen muss man immer an den Worst Case denken!

Natürlich beschäftigt man sich ungern mit Unfällen, Krankheiten oder ähnlichen Unglücken. Fakt ist aber (leider), dass es jeden treffen kann und die Wahrscheinlichkeit ist oft größer als angenommen.

Am Beispiel der Krankenversicherung, der sich keiner in Deutschland entziehen kann, ist dies gut nachvollziehbar. Man mag sich zwar fragen, warum man mehrere hundert Euro im Monat aufbringen muss und dann doch nie zum Arzt geht. Tatsächlich sollte man sich aber besser mal vor Augen führen, was diese Versicherung im Ernstfall für einen leisten kann.

Ein läppischer Sturz von der Leiter kann bereits einen langen Krankenhausaufenthalt bedeuten, der viele Personen wohl um ihr komplettes Erspartes bringen würde. In einer Welt, in der es keine Krankenversicherung gäbe, würde der Krankenwagen vielleicht auch gar nicht erst kommen, weil man sich ja nicht sicher sein kann, dass die Person es sich auch leisten kann. Da können wir von Glück sagen, dass die Regeln so aussehen, dass jeder sich in Deutschland krankenversichern muss.

Auch bei anderen Versicherungsarten klafft das Verhältnis zwischen Prämie und Risiko sehr weit auseinander. Da wäre z.B. die Haftpflichtversicherung zu nennen. Bei einer Verkettung unglücklicher Umstände kann man gar einen Millionenschaden verursachen. Wer soll das bitte aus der eigenen Kasse bezahlen?

Und was ist, wenn ich das Geld einfach zurücklege?

Jede Versicherung kalkuliert die Prämien anhand eines komplexen mathematischen Schlüssels, der in erster Linie auf Risiken und Wahrscheinlichkeiten beruht. Das “Gesetz der großen Zahlen” spielt den Versicherungen dabei in die Karten. Je mehr Leute versichert sind, desto geringer ist das Risiko, dass einzelne Schadensfälle die Wirtschaftlichkeit der Versicherung bedrohen.

Weil so viele Leute eine Versicherung abgeschlossen haben, können die Versicherungen attraktive Prämien anbieten. Je kleiner eine Zielgruppe ist, desto schwieriger wird es, vernünftige Beiträge zu kalkulieren, weil schon kleine Abweichungen von der statistischen Norm die Versicherungsunternehmen in Bedrängnis bringen könnten.

Fakt ist: Die Versicherungen möchten am Ende des Tages Geld verdienen. Deshalb muss es logischerweise so sein, dass die meisten Menschen mehr Geld in die Versicherung einzahlen als sie am Ende dabei herauskommen. Allerdings wird dabei oft vergessen, dass die Inanspruchnahme der Leistungen schneller auf einen zukommen kann als geplant.

Angenommen man zahlt für 40 Jahre lang jeden Monat 50 € für eine bestimmte Versicherung. Dann hätte man am Ende 24.000 € eingezahlt. Hat man dann im Versicherungszeitraum nur Leistungen im Wert von 10.000 € abgerufen, denkt man sich vielleicht, man hätte das Geld auch lieber zurücklegen können.

Doch wann wurden die 10.000 € abgerufen? Vielleicht kam es schon wenige Monate nach Abschluss der Versicherung zum ersten Leistungsfall. Hätte man dann die 10.000 € bereits auf seinem Konto gehabt? Oder hätte einen die Summe zu diesem Zeitpunkt vielleicht in Bedrängnis gebracht?

Der große Vorteil bei Versicherungen ist, dass sie (wenn man von einer Wartezeit, die es bei manchen Versicherungsarten gibt mal absieht) sofort für einen da sind, wenn sie gefragt sind. Wer seit Jahren fleißig einzahlt ist genauso geschützt wie jemand, der erst seit kurzem dabei ist. Das macht Versicherungen so besonders!

Trotzdem gilt: Jede Versicherung gehört auf den Prüfstand

Das alles soll aber natürlich nicht bedeuten, dass man jede Versicherung abschließen sollte. Wer zum Beispiel selten in den Urlaub fliegt, benötigt eher keine Reiserücktrittsversicherung und wer inzwischen Rentner ist benötigt vermutlich keine Rechtsschutzversicherung mehr, die bei arbeitsrechtlichen Streitfragen einspringt.

Bei der Vielzahl an Versicherungen mit unterschiedlichem Leistungsspektrum kann dies zur Geldverschwendung ausarten. Dieses Szenario liegt typischerweise dann vor, wenn Privatpersonen oder Unternehmen mehrere Versicherungen abgeschlossen haben, deren Leistungsbereiche sich überlappen. Einen Schaden (z.B. ein abgebranntes Haus) darf man aber natürlich nicht einfach bei mehreren Versicherungen einreichen. Das wäre Versicherungsbetrug.

Solange keine betrügerische Absicht bei der Mehrfachversicherung dahinter steckt, ist das unproblematisch. Aber es stellt in den meisten Fällen einfach zu hohe Ausgaben dar, die man vermeiden kann. Natürlich kann es aber sein, dass gewisse Versicherungen eine sinnvolle Ergänzung bieten, um den Schutz zu erweitern. Dass dann gewissen Leistungen doppelt abgedeckt sind, lässt sich nicht vermeiden. Allerdings sollte man von Zeit zu Zeit seine Versicherungssituation auf den Prüfstand stellen und an die persönliche Lebensplanung anpassen.

Fazit: Versicherungen sind einfach wichtig!

Letztlich kann man nur resümieren, dass Versicherungen finanzielle Risiken erheblich reduzieren können und somit in den meisten Fällen die bessere Wahl sind als das Geld einfach für den Ernstfall auf die hohe Kante zu legen. Das gilt gleichermaßen für Unternehmen, wie auch für Privatpersonen.

Dennoch sollte man darauf achten, dass man sich selbst nicht mit zu vielen Versicherungen eindeckt, deren Leistungsbereiche sich überlappen. Da man im Schadensfall auch nur die Hilfe von einer Versicherung erhält, muss man sich hier gut fragen, ob es nicht ein paar Versicherungen gibt, die eigentlich nur Geld kosten und keinen wirklichen Mehrwert bieten.

Bei den Klassikern, wie Haftpflicht, Hausrat & Co sollte man aber gar nicht erst ins Grübeln kommen. Hier kann ein einzelnes Unglück so viel Schaden anrichten, dass man wirklich schlecht beraten ist, wenn man versucht, sich die vergleichsweise geringen Prämien zu sparen.

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