Gläsernes Gefechtsfeld

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Die Bundeswehr steht – wie alle Streitkräfte – vor einer digitalen und technischen Herausforderung: Dem Schaffen eines “gläsernen Gefechtsfeldes” für komplexe Operationen, z.B. der “Multi Domain Battle”. Die bestehenden Fähigkeiten der strategisch-operativen Aufklärung (z.B. Satelliten, hochfliegende Sensorplattformen, Flottendienstboote, bemannte Luftfahrzeuge, Elektronische Aufklärung) und der Aufklärung durch Truppen – z.B. Spezialkräfte, Kampftruppen, Aufklärungshubschrauber, leichte Drohnen(schwärme) – müssen in diesem Jahrzehnt ergänzt werden durch eine durchgängig vernetzte Aufklärungs- (ISTAR)-fähigkeit, denn Aufklärungsüberlegenheit ermöglicht Wirkungsüberlegenheit.

Im gläsernen Gefechtsfeld kann jedes Kampffahrzeug, Flugzeug, Schiff, aber auch jeder Kombattant als “Sensor” Informationen über den Gegner liefern – z.B. durch (miniaturisierte) Optroniken, Radar-, Lasersensoren, Funkscanner, Schutzsysteme etc. – und auch erhalten.  Voraussetzung ist ein resilientes Führungs- und Aufklärungssystem mit KI-Unterstützung und Reach-Back-Möglichkeiten. Das gläserne Gefechtsfeld wird ein wesentlicher Meilenstein für unsere eigenen Streitkräfte sein, gegen einen ebenbürtigen Gegner erfolgreich zu bestehen. Diese Fragen wird der Behörden Spiegel im nächsten DSO-Defence-Day am 20.07.2021 mit Spezialisten diskutieren.

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