Beschaffung geschützter Verwundetentransportcontainer

0
310
Der geschützte Verwundetentransportcontainer (GVTC) kann bis zu acht Patienten aufnehmen. (Foto: BS/PIZ AIN)

Airbus wird 12 geschützte Verwundetentransportcontainer (GVTC) an die Bundeswehr liefern. Der entsprechende Vertrag wurde jüngst mit dem BAAINBw geschlossen. Die ersten GVTC sollen 2024 geliefert werden, die letzten 2026.

In einem GVTC können bis zu acht zuvor stabilisierte Patienten plus zwei sanitätsdienstliche Begleitpersonen zur ambulanten oder stationären Behandlung transportiert werden. Ein GVTC besteht dabei aus einem 20 Fuß ISO-Container mit einem Gewicht von 13,5 Tonnen. Der Container ist aufgrund der besonders hohen Schutzanforderungen mit entsprechenden Systemen zur ABC-Belüftung ausgestattet. “Ein Alleinstellungsmerkmal zum Schutz gegen Bedrohungen durch Beschuss oder Ansprengung stellt der patentierte Minen- und Blastschutz dar”, so der zuständige Projektleiter im BAAINBw. Zudem verfügt der GVTC über einen Technikraum, in dem unter anderem ein Stromerzeugeraggregat sowie eine Klimaanlage untergebracht sind.

Die enthaltene Sanitätsausstattung ermöglicht eine für mindestens acht Stunden autarke, erweiterte notfallmedizinische Betreuung und Überwachung der Patienten. Hierfür wird erstmals eine mobile Sauerstofferzeugungsanlage in ein Fahrzeug zum Patiententransport integriert. Zudem ist der Sanitätsstandard “Intermediate Care” sichergestellt, laut dem Arzneimittel als Infusionslösung verabreicht werden können, ein Monitoring der Vitalparameter erfolgt und eine Beatmung von bis zu zwei Personen möglich ist.

Die GVTC lassen sich auf bereits in die Bundeswehr eingeführten, geschützte Lastkraftwagen mit Wechselladesystem aufsetzen. Ein speziell für den Krankentransport mittels GVTC ausgelegtes Trägerfahrzeug ist also nicht notwendig.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here