Bauabschnitte an Polizei Berlin übergeben

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Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD, links) übergab das neue Anti-Terrorzentrum offiziell an Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik (rechts). (Foto: BS/Feldmann)

Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hat den fertiggestellten ersten und zweiten Bauabschnitt des neuen Ant-Terrorzentrums des Landeskriminalamtes (LKA) an die Landespolizei übergeben. Dort werden künftig die Kräfte des politischen Staatsschutzes vom LKA acht und die Mitarbeiter der Spezialeinheiten (LKA sechs) unter einem Dach arbeiten. Insgesamt sollen dort einmal 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig sein.

Bei der Liegenschaft, die nun übergeben wurde und die bis zum Jahresende noch von der Polizei ausgestattet wird, handelt es sich um ein ehemaliges Reichspostzentralamt. Es bietet unter anderem 400 Büros sowie Räume für Vernehmungen und Dolmetscher. In einem weiteren, noch zu errichteten Gebäude sollen beispielsweise ein Hörsaal und Unterstellmöglichkeiten für polizeiliche Spezialfahrzeuge geschaffen werden. Die Baukosten betragen rund 47 Millionen Euro. Der Mietvertrag ist zunächst auf 15 Jahre geschlossen worden. Es besteht die Option auf eine Verlängerung um weitere 20 Jahre.

Stärkeres Zusammenwirken und kurze Wege

Von dem neuen Anti-Terrorzentrum versprechen sich die Verantwortlichen eine Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den sachbearbeitenden und den operativen Bereichen des LKA durch jederzeit mögliche Absprachen, sowohl im Alltagsgeschehen als auch bei besonderen Lagen. Ein weiteres Ziel ist das verbesserte Zusammenwirken innerhalb des LKA sechs durch die Zusammenführung der bislang an unterschiedlichen Standorten untergebrachten Mitarbeiter an einem Ort. Des Weiteren geht es um eine deutliche Verkürzung der polizeilichen Reaktionszeiten. Hierbei helfen auch die kurze Entfernung zum Polizeipräsidium und zum Sitz des LKA.

Nicht zuletzt deshalb sagte Senator Geisel: “Das Gebäude ist ein Meilenstein für die Polizei Berlin.” Dabei handele es sich um eine Grundsatzentscheidung für die nächsten Jahrzehnte. “Wir haben damit eine zentrale Infrastruktur zur Bekämpfung des Terrorismus und der Schwerstkriminalität geschaffen, die nach dem Motto der “kurzen Wege” einen großen Mehrwert für die Sicherheit in unserer Stadt mit sich bringt.”

Und Polizeipräsidentin Dr. Barbara Slowik, die das Zentrum als in dieser Form bundesweit einzigartig sowie als einen entscheidenden Schritt für die Polizei Berlin bezeichnete, meint: “1.200 Dienstkräfte unseres Landeskriminalamtes werden nun ihre ohnehin professionelle Arbeit nach ihrem Umzug in das Anti-Terrorzentrum noch intensivieren können.” Die endgültige Fertigstellung der Liegenschaft, die unter anderem auch über durchschusssichere Fenster verfügt, ist für den Sommer kommenden Jahres vorgesehen.

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