Es grünt so grün…

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Wie kommt mehr Grün in unsere Innenstädte und wie können wir es für möglichst viele Nutzer zugänglich machen? (BS, PublicDomainPictures, pixabay.com)

In sechs Modellvorhaben wird der Umgang mit Grün- und Freiflächen erprobt. Die “Green Urban Labs II” des Bundesinnenministeriums (BMI) und des Bundesbauinstituts (BBSR) erproben innovative Ansätze in Städten mit Bevölkerungswachstum: Karlsruhe, Aachen, Dresden, Saarbrücken, Fellbach und Ingolstadt.

Die Grün- und Freiflächen dieser Kommunen stehen zum einen in Konkurrenz zum dringend benötigten Wohnungsbau und werden gleichzeitig von immer mehr Menschen als Erholungsraum genutzt.  Um diesen unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, testen die Kommunen unterschiedliche Herangehensweisen. Die “Green Urban Labs II” befassen sind im Allgemeinen mit der Erschließung neuer Raumpotentiale, neuen Management- und Resilienzstrategien sowie sich überlagernden Nutzungskontexten. Gefördert werden die Projekte mit insgesamt 300.000 Euro, bei einer Laufzeit von 2021 bis 2023.

Aachen will die Fläche eines ehemaligen Parkhauses umwidmen und gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern verschiedene Nutzungsangebote, wie Bühnen, Wiesen und Gärten bereitstellen. Umwidmung nutzt auch Dresden, indem es einen Teil des Neuen Annenfriedhofs zu einem Stadtteilpark umwandelt. Karlsruhe will Grundstückseigentümerinnen und Eigentümer in die Entwicklung von Stadtgrün einbeziehen. Die Städte Fellbach und Saarbrücken wollen die Wassernutzung verstärkt in ihre Planungen mit einbeziehen. Während Saarbrücken Regenwasser im Straßenraum speichern und sensorgestützt zur Bewässerung der Straßenbäume einsetzen will, plant Fellbach Abwasser in Gewerbegebieten aufzubereiten und vor Ort für urbane Landwirtschaft zu nutzen. Ingolstadt will durch gezielte planerische Eingriffe städtische Grün- und Freiräume, Grünkorridore und Biotope vernetzen und so Barrieren für Tiere in der Stadt abbauen.

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