Sie hätten einen Unterschied gemacht

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Im Jahre 2007 verabschiedeten sich die deutschen Heeresflieger aus dem Standort und Heeresflugplatz Mendig.  “Weggerüstet” zugunsten gepanzerter Kräfte im Heer. Das Regiment 35 verfügte über 32 mittlere Transporthubschrauber des Typs CH-53 G, Nutzlast zwischen fünf und neun Tonnen.  Diese Hubschrauber hätten jetzt Leben gerettet und Schäden reduziert in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.  Sie hätten einen Unterschied gemacht bei der jetzigen Flutkatastrophe. Die Luftfahrzeugbesatzungen waren stets auf solche Einsätze vorbereitet, und zwar im Inland und im Ausland.

Der Klimawandel stellt erhebliche Herausforderungen an den Katastrophenschutz. Transporthubschrauber sind in NATO-Artikel-5 für Operationen zum Heranführen schneller Kräfte vorgesehen.  Aber “Retten-Schützen-Bergen” darf auch seitens der Bundeswehr nicht mehr als “subsidiär” betrachtet werden. Deshalb: Sofortige Beschaffung des schweren Transporthubschraubers (STH) in ausreichender Stückzahl – vor allen anderen Rüstungsmaßnahmen. FCAS, Pumas, weitreichende Artillerie müssen warten.  Denn Landesverteidigung bedeutet inzwischen auch Katastrophenschutz. Wer jetzt den STH nicht beschafft, wird mit noch schlimmeren Bildern konfrontiert werden. Die Bundesministerien des Inneren, der Umwelt, und des Verkehrs sollten eingeladen werden, sich finanziell an der Beschaffung zu beteiligen.

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