Apotheken stoppen Ausstellung des digitalen Impfausweises

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Der digitale Impfpass gibt den Bürger/innen die Möglichkeit, sich als geimpft auszuweisen, ohne jedes Mal das gelbe Heft bei sich zu tragen. Nun gab es die ersten Sicherheitsprobleme. (Foto: Wilfried Pohnke, pixabay.com)

Aufgrund einer Sicherheitslücke können Apotheker/innen in Deutschland aktuell keine digitalen Impfausweises ausstellen. Der deutsche Apothekerverband (DAV) stoppte den Digitalisierungsprozess, weil Kriminelle sich Zugang zum Online-Portal der Apotheken verschafft haben und gefälschte Impfausweise ausstellen konnten.

Bekannt geworden war die Lücke durch die beiden Sicherheitsforscher André Zilch und Martin Tschirsich, die sich als Apothekenbetreiber ausgaben und problemlos einen Zugang beantragen konnten. In diesem Zuge war es ihnen gelungen, gültige Impfzertifikate zu erstellen ohne dass vorher geprüft wurde, ob die Person tatsächlich geimpft war.

Mittlerweile gab das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) allerdings bekannt, dass die Apotheken ab nächster Woche wieder planmäßig Zertifikate ausstellen können. Dabei sollen die Einrichtungen sukzessive wieder Zugang zum Portal des DAV erhalten.

Der digitale Impfpass wurde im Juni eingeführt, um das Reisen innerhalb der EU und den Einlass in Gaststätten, Kinos und Theatern zu erleichtern. Er soll den gelben Impfpass im Alltag ablösen – er ist aber nicht verpflichtend.

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