Neuer Anlauf für datenschutzkonforme Lernplattformen

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So oder ähnlich könnte es auf vielen Rechnern aussehen, wenn es wieder heißt: "Digitaler Unterricht für alle – aber bitte mit Lernplattform des Ministeriums." (BS, geralt, pixabay.com)

Noch dürfen Schulen in Baden-Württemberg Microsoft-Produkte für ihren digitalen Unterricht nutzen. Zumindest bis eine datenschutzkonforme Gesamtlösung gefunden ist.

Nach den Sommerferien will das das Kultusministerium das erforderliche Vergabeverfahren einleiten, um den Schulen eine sichere und datenschutzkonforme Lösung zur Verfügung zu stellen. “Der nun eingeschlagene Weg nützt Schülerinnen und Schülern, Eltern sowie Lehrkräften”, erklärt der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (LfDI) Stefan Brink. Zudem sollen laut baden-württembergischer Staatssekretärin Sandra Boser bereits vorhandene Bausteine wie Moodle, itslearning, BigBlueButton, Sesam oder Threema weiterhin zur Verfügung stehen und sogar ausgebaut werden.

Brink kündigte zudem an seine Beratungsleistungen für die Schulen zu intensivieren. Schulen, schulische Datenschutzbeauftragte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern sollen vermehrt über Datenschutz aufgeklärt und dafür sensibilisiert werden. Insgesamt rät der LfDI von der Benutzung von Microsoft-Onlinediensten und -Softwarelösungen ab.

Ob dieses Votum bei den Schulen, die sich bereits in den vergangenen 15 Monaten mit nichtfunktionierenden Lernplattformen herumschlagen mussten, positiv aufgenommen wird, ist abzuwarten. Produkte für die digitale Kommunikation, die für die Wirtschaft ausgelegte und seit Jahren verwendete werden, habe in der Vergangenheit zumindest funktioniert und den Distanzunterricht aufrechterhalten.

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