Leistungen im Katastropheneinsatz

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(Grafik: Bundeswehr)

Die Bundeswehr befindet sich seit mittlerweile über zwei Jahren im Amtshilfe-Dauereinsatz. Während in den vergangenen Jahren vor allem die Corona-Unterstützung durchgehend tausende Soldaten band, trat seit dem 14. Juli der Einsatz in der Katastrophenhilfe in den Vordergrund. Wie die Bundeswehr berichtet, sind aktuell in Nordrhein-Westfalen rund 1.100 Soldatinnen und Soldaten sowie in Rheinland-Pfalz ca. 1.200 Angehörige der Bundeswehr an der Seite von zivilen Behörden und Organisationen wie dem Technischen Hilfswerk (THW), den Feuerwehren und dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) im Einsatz. Der Einsatz in Bayern ist mittlerweile abgeschlossen.

“Unterstützt wird vor allem in den Bereichen Straßenräumung, Evakuierung, Krankentransport, Versorgung und bei der Suche nach Vermissten”, berichtet die Bundeswehr. “An Großgerät werden neben über 200 Kraftfahrzeugen auch 1 Bergepanzer, 2 Brückenlegepanzer, 3 Pionierpanzer, 19 Transportpanzer, 8 Krankenkraftwagen, 8 Tankwagen, 12 Feuerlösch-Kraftfahrzeuge und 10 Hubschrauber eingesetzt. Auch eine SATCOM-Anlage, ein Faltstraßengerät, eine Festbrücke, ein Schreitbagger, eine Faltfestbrücke, eine Trinkwasseraufbereitungsanlage und zwei Feldküchen werden gestellt.”

Hauptsächlich wird alle diese Amtshilfe – Corona, Hochwassereinsatz – aktuell von der Streitkräftebasis (SKB) bedient, also jenem militärischen Organisationsbereich, der demnächst den Wünschen aus dem Eckpunktepapier folgend aufgelöst werden soll. Dies hatte bereits zu Kritik geführt, da die SKB sowohl bei Corona als auch nun im Hochwassereinsatz schnelle und vor allem auch hervorragende Arbeit leistete. Dass sie dennoch aufgelöst werden soll, begründete der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, bei der Bundeswehrtagung im Juni. “Es ist unstreitig – und das will ich auch noch mal ganz deutlich sagen – mit welcher hohen Qualität die Streitkräftebasis insgesamt und vor allem die Fähigkeitskommandos ihre Arbeit geleistet haben”, betonte General Zorn seinerzeit. “All die anderen Themen, die bislang genannt wurden, Amtshilfe usw., sind subsidiäre Aufgaben und vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, dort die Kräfte so aufzuhängen.”

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