Der Lynx von Rheinmetall in der Auswahl der U.S. Army

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Rheinmetall ist mit seinem Lynx in der engeren Auswahl für die Bradley-Nachfolge der U.S. Army. (Bild: Rheinmetall)

Am Freitag verkündete die U.S. Army ihre Entscheidung, welche Bewerber einen Vertrag für die Digital Design-Phase des Optionally Manned Fighting Vehicle (OMFV) – das die Schützenpanzer Bradley ablösen soll – erhalten (wir berichteten). Die fünf Gewinner sind Point Blank Enterprises, Oshkosh Defense, BAE Systems, General Dynamics Land Systems und Rheinmetall. Nun spezifizierte Rheinmetall seinen Lösungsvorschlag.

“Das Team Lynx wird gemeinsam mit der U.S. Army an der digitalen Konstruktion und Entwicklung seines OMFV-Konzepts arbeiten und dabei Rheinmetalls innovativen Schützenpanzer Lynx KF41 als Ausgangspunkt für das Design verwenden”, berichtet das Unternehmen. “Mit dem Konzept des Team Lynx wird der U.S. Army ein Schützenpanzer der nächsten Generation zur Verfügung gestellt werden können, der sich durch eine neuartige Plattform mit einer modularen, offenen Systemarchitektur auszeichnet. Dies ermöglicht die schnelle Integration neuer Fähigkeiten, sobald diese verfügbar sind, und garantiert die Überlegenheit in den Einsatzgebieten von heute und morgen.”

Damit setzt Rheinmetall mit dem Lynx auf einen Schützenpanzer, der sich bereits im Wettbewerb gegen internationale Konkurrenz durchsetzen konnte, etwa in Australien oder Ungarn. Der Lynx wurde mit Erkenntnissen aus dem deutschen Puma-Programm entwickelt, ohne allerdings auf viele restriktive deutsche Forderungen – wie etwa der Lufttransport in einer A400M – Rücksicht nehmen zu müssen.

Da die U.S. Army einerseits 3.800 Bradley ersetzen will (zum Vergleich: Deutschland orderte 350 Schützenpanzer Puma), andererseits das Fahrzeug am Ende auch ein Label “Made in the USA” bekommen sollte, besteht das Team Lynx aus folgenden Unternehmen: American Rheinmetall Vehicles (mit Sitz in Sterling Heights, Michigan), Raytheon-Technologies, L3Harris Technologies, Textron Systems und Allison Transmission.

“Die Auswahl durch die U.S. Army ist ein herausragender Erfolg für uns und das gesamte Team Lynx”, sagte Matt Warnick, Geschäftsführer von American Rheinmetall Vehicles. “Mit dieser Beauftragung machen wir einen weiteren wichtigen Schritt nach vorne, um der U.S. Army für das OMFV-Programm eine überzeugende Kombination aus Technologie der nächsten Generation, Partnerschaft und industriellen Fähigkeiten anbieten zu können. Hierauf arbeiten wir im Team Lynx gezielt hin.”

Die digitale Designphase ist der Startschuss für das OMFV-Programm und wird bis Anfang 2023 fortgesetzt, um die Grundlage für die zukünftigen Entwicklungs- und Produktionsphasen zu schaffen. Der Wettbewerb für Phase 3 (Detailed Design) wird voraussichtlich im Jahr 2023 beginnen, gefolgt von Phase 4 (Prototype Build and Test), die dann Anfang 2026 in staatlichen Erprobungen münden soll.

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