Öffentliche Schulden um mehr als 14 Prozent angestiegen

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Die Staatsschulden stiegen um mehr als 14 Prozent an. Vor allem Bund und Länder verschulden sich im Zuge der Corona-Pandemie besonders stark. (Foto: moerschy, pixabay.com)

Die Bewältigung der Corona-Pandemie treibt die Staatsverschuldung auf einen Rekordwert. Zum Jahresende 2020 betrug die Verschuldung von Bund, Ländern, Kommunen sowie der Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte 2.172,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26.141 Euro. Das waren 3.281 Euro mehr als noch Ende 2019. Binnen eines Jahres stieg die Verschuldung des Staates damit um 14,4 Prozent “auf den höchsten jemals in der Schuldenstatistik am Ende eines Jahres gemessenen Schuldenstand” an.

Besonders stark erhöhte sich die Verschuldung des Bundes. Diese stieg um 18,1 Prozent auf 1403,5 Milliarden Euro an. Bei den Ländern nahm die Verschuldung um 9,8 Prozent auf 636 Milliarden Euro zu. Im Vergleich dazu stieg die kommunale Verschuldung nur geringfügig um 1,5 Prozent auf 133,3 Milliarden Euro an. Die kommunale Verschuldung entwickelte sich in den Ländern sehr unterschiedlich. Anstiegen in Bayern (+8,3 %), Baden-Württemberg (+7,6 %) und Hessen (+6,4 %) standen Rückgänge vor allem im Saarland (-13,7 %), in Sachsen (-11,2 %) und Brandenburg (-10,7 %) gegenüber.

Die Kommunen in Rheinland-Pfalz wiesen mit 3.182 Euro die höchste Pro-Kopf-Verschuldung vor dem Saarland (3.158 Euro pro Kopf) auf. Die geringste kommunale Pro-Kopf-Verschuldung verzeichneten – wie im Vorjahr – Sachsen mit 575 Euro und Brandenburg mit 613 Euro.

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