Neue Schiffe für die WTD 71

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(Grafik: Fassmer)

55 Jahre fuhr das Sperrwaffenversuchsboot WILHELM PULLWER der Klasse 741 für die Bundeswehr, nun wird es ersetzt. Vergangenen Donnerstag schloss das BAAINBw einen Vertrag mit der Firma Fassmer über die Beschaffung neuer Messboote für die Wehrtechnische Dienststelle (WTD) 71. Diese neuen Schiffe sollen neben der WILHELM PULLWER auch die Mehrzweckboote BREITGRUND und MITTELGRUND der Klasse 745, die seit 32 Jahren in Dienst sind, ablösen. Die zwei neuen Schiffe “Messboote Seeversuche Küste” basieren auf zivilen Booten, die für die besonderen Anforderungen wehrtechnischer Erprobungen modifiziert wurden.

“Die WTD 71 freut sich auf die in 2023 zulaufenden neuen Schiffe mit ihrer modernen und zeitgemäßen Ausstattung, die dann die nächsten 30 Jahre der weithin sichtbare Ausdruck wehrtechnischer Untersuchungen und Erprobungen in der Eckenförder Bucht sein werden”, so der zuständige Projektleiter Thomas Wallner von der WTD 71.

“Das verfolgte Konzept des Mehrzweckbootes ermöglicht es, die Ausstattung zur Erledigung der Aufgaben einfach, flexibel und individuell an den jeweiligen Auftrag und Erprobungszweck anzupassen und somit stets eine zielgerichtete Konfiguration der Fähigkeiten des Bootes herzustellen”, erläuterte das BAAINBw. “Die neuen Messboote werden zukünftig unter anderem das Absichern und Bergen von Torpedos im Rahmen von Erprobungen, die Begleitung von U-Booten bei der Flachwassererprobung, aber auch den Einsatz autonomer Unterwasserfahrzeuge sowie die Tauchereinsätze im Rahmen von wehrtechnischen Untersuchungen von Tauchgeräten und Ausstattungen unterstützen.”

Die WTD 71 hilft der Deutschen Marine bei der Beurteilung, Analyse und Erforschung bzw. Erprobung von Wehrtechnik. Das Aufgabenspektrum umfasst die gesamte Bandbreite maritimer Wehrtechnik in allen Phasen des Entstehungsprozesses. Die WTD 71 berät die Marine, das BAAINBw und die Industrie mit fachlicher Expertise vom Phasenvorlauf bis zur Nutzung und ist verantwortlich für die integrierte Nachweisführung. Die Dienststelle übernimmt zudem die fachtechnische Betreuung der im Einsatz befindlichen Waffensysteme der Marine und vertritt die Bundesrepublik Deutschland in internationalen Gremien.

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