Fast 200 Ertrunkene seit Jahresbeginn

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Trotz des ehrenamtlichen Engagements der Helfer der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren in diesem Jahr schon über 180 Badetote zu beklagen. (Foto: BS/DLRG)

In den ersten sieben Monaten des Jahres sind in Deutschlands Gewässern mindestens 184 Personen ertrunken. Das sind vier weniger als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Fälle (29; und damit fünf weniger im Vergleich zum Vorjahr) gab es in Bayern.

Es folgen Baden-Württemberg mit 23 Fällen (minus eins) und Mecklenburg-Vorpommern mit 21 (plus zwölf). Zu diesem Anstieg erklärte der Präsident der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Achim Haag: “Der auffällig starke Anstieg in Mecklenburg-Vorpommern ist vor allem durch eine gestiegene Zahl an Badeunglücken in der Ostsee zu erklären.” Dort starben 15 Menschen, in der Nordsee eine Person.

Die meisten Unfälle gab es aber weiterhin im Binnenland, vor allem an ungesicherten Badestellen. Mehr als drei Viertel der ertrunkenen Menschen starben allein in Seen und Flüssen. In Seen kamen 86 Menschen ums Leben, in Flüssen waren es 53. “An Flüssen und Seen sind in den wenigsten Fällen Rettungsschwimmer im Einsatz. Ein simples Badeverbotsschild reicht eben nicht aus, um Menschen vor dem Sprung ins unbewachte und vor allem unbekannte Gewässer abzuhalten”, so Haag. In Kanälen starben elf Personen, in Teichen fünf, in Bächen drei und in Pools zwei. In Gräben und Hafenbecken kam jeweils ein Mensch ums Leben. In sonstigen Gewässern, wie zum Beispiel Rückhaltebecken, waren vier Tote zu beklagen. In Schwimmbädern starben zwei Menschen. 79 Prozent der Badetoten waren männlich. Hauptgründe für das Ertrinken sind laut DLRG das Baden an unbewachten Abschnitten, Leichtsinn, Selbstüberschätzung und Alkoholeinfluss.

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