Studie untersucht Verhältnis von Polizei und Gesellschaft

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Kündigte eine Studie zur Beziehung zwischen Polizei und Bevölkerung an: der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD). (Foto: BS/MdI RLP/Torsten Silz)

Eine auf drei Jahre angelegte Untersuchung in Rheinland-Pfalz soll das wechselseitige Verhältnis von Landespolizei und der Gesellschaft untersuchen. Eine solche Studie hatten die Polizeigewerkschaften interessanterweise selbst als vertrauensbildende Maßnahme gefordert. Die Untersuchung wird den Titel “Innere Sicherheit und demokratische Resilienz. Bedingungen und Wechselwirkungen polizeilichen Handelns in der pluralen Gesellschaft” tragen.

Auch der Hauptpersonalrat Polizei (HPR) hatte sich frühzeitig für eine eigene rheinland-pfälzische Studie ausgesprochen. “Der objektive und kompetente Blick von außen wird uns wertvolle Hinweise liefern, wo wir heute mit der Polizei in Rheinland-Pfalz stehen und er wird richtungsweisend sein für die zukünftige Polizeiarbeit. Dass dabei insbesondere auch die Belastungen polizeilicher Arbeit und deren Auswirkungen betrachtet werden, ist für uns als Personalvertretung von besonderer Bedeutung”, sagte die HPR-Vorsitzende Sabrina Kunz.

Die Untersuchung wird von einem interdisziplinären wissenschaftlichen Konsortium durchgeführt. Dieses setzt sich aus Psychologen, Politikwissenschaftlern und Soziologen zusammen. Die Studie mit dem Kurztitel INSIDER besteht aus drei Teilprojekten und befasst sich im Schwerpunkt mit Resilienz fördernden Arbeitsbedingungen, Bewältigungsprozessen und -strukturen sowie mit der Unterstützung für demokratische Werte, Prozesse und Institutionen in der Polizei und der Bevölkerung. Darüber hinaus werden die gesellschaftlichen und polizeilichen Erwartungen im Rahmen wechselseitiger Erfahrungen untersucht.

Innenminister Roger Lewentz (SPD) erklärte dazu: “Die Studie soll einen Beitrag leisten, das hohe Vertrauen der Bevölkerung in ihre Polizei zu bewahren oder sogar weiter zu stärken. Sie soll sowohl untersuchen, was die Bürgerinnen und Bürger heute von ihrer Polizei erwarten, als auch definieren, welcher Rahmen es den Polizistinnen und Polizisten ermöglicht, gute Arbeit zu leisten.”

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