Weniger Feuerwehreinsätze in Baden-Württemberg

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Die Feuerwehren in Baden-Württemberg hatten im letzten Jahr weniger Einsätze zu bewältigen. (Foto: BS/E. Kopp, www.pixelio.de)

Das Einsatzgeschehen der Feuerwehren in Baden-Württemberg hat im vergangenen Jahr deutlich abgenommen. Die Zahl der Einsätze im “Ländle” ging um fast sechs Prozent zurück. Hauptgrund hierfür dürfte die Corona-Pandemie gewesen sein.

Insgesamt wurden im Jahr 2020 111.302 Einsätze bewältigt. Das sind 5,8 Prozent weniger als noch 2019. 50.677 Einsätze (45,5 Prozent) entfielen auf Technische Hilfeleistungen, 18.139 auf Brandeinsätze (16,3 Prozent) und fast 20 Prozent (22.161 Einsätze) auf Fehlalarme. Bei 11,3 Prozent (12.520 Einsätze) handelte es sich um sonstige Alarmierungen, etwa um Tiere zu retten. 7.805 Einsätze (sieben Prozent) zählen zum Rettungsdienst und zu Krankentransporten.

Die häufigste Ursache für Fehlalarme sind demnach Brandmeldeanlagen und Rauchwarnmelder in Privathaushalten. Ihre Zahl ging in Baden-Württemberg im Vergleich zu 2019 jedoch um 7,7, Prozent zurück. Ein geringerer Rückgang um “nur” 2,9 Prozent war bei den Einsätzen zur Brandbekämpfung zu verzeichnen. Bei diesen Einsätzen und bei jenen zur Technischen Hilfeleistung wurden 2020 von den Gemeindefeuerwehren 11.114 Personen gerettet. 2019 waren es 12.857. 1.554 Menschen konnten nur noch tot geborgen werden. 2019 waren es 1.595.

Aufseiten der Retter wurden 99 Berufsfeuerwehrleute und 800 Freiwillige Feuerwehrleute im Dienst verletzt. Das sind klare Rückgänge im Vergleich zu 2019. Damals wurden 162 Berufsfeuerwehrleute und 1.516 Angehörige Freiwilliger Feuerwehren verletzt. Allerdings nahm die Zahl der Verletzten bei den Werkfeuerwehren zu. Kaum Veränderungen gab es bei der Zahl der Feuerwehrkräfte im “Ländle” sowie beim Frauenanteil.

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