Jubiläen des “National Reserve Forces Committee” der NATO

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Die letzte Konferenz vor der Corona-Krise fand mit dem Chef des Stabes des "Allied Command Transformation" (ACT) der NATO in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia statt. (Foto: BS/Bundeswehr, Torsten Hammerschmidt)

Im Jahr 1996, d.h. vor einem Vierteljahrhundert, ist das “National Reserve Forces Committee” (NRFC) als Beratungsgremium der NATO anerkannt worden. Mit Flottillenadmiral Michael H. Busse als NRFC-Chairman ist das Jubiläum wegen der Corona-Pandemie online, d.h. als digitale Sommer-Tagung per Videokonferenzschaltung, unter deutscher Führung begangen worden. Und vor 40 Jahren ist das NRFC gebildet worden.

Am 1. Juli des vergangenen Jahres hat Deutschland für zwei Jahre den Vorsitz über das Reservekomitee von Polen, d.h. von Generalmajor Robert Głąb, übernommen. Das NRFC ist ein multinationales Beratungsgremium der NATO, das zum Ziel hat, den Militärausschuss (MC) in Brüssel zu allen strategischen Fragen von Reservestreitkräften zu beraten und die Einsatzbereitschaft der Reserve in der Atlantischen Allianz zu stärken. Mitglieder sind alle NATO-Staaten sowie derzeit folgende Nationen mit Beobachterstatus: Australien, Georgien, Neuseeland, Österreich, Südkorea und Schweden.

Das NRFC tagt zweimal jährlich auf Generals- und Admiralsebene unter Leitung des Chairman. Die deutschen Interessen im NRFC werden im Auftrag des Stellvertreters des Generalinspekteurs der Bundeswehr, Generalleutnant Markus Laubenthal, durch den Chef des Streitkräfteamts, Generalmajor Franz Weidhüner, wahrgenommen. Bei seiner Arbeit wird der NRFC-Vorsitzende durch ein kleines Team, nämlich das NRFC-Sekretariat mit Dienstsitz in Bonn, unterstützt.

Bis Anfang der 1980er Jahre galten die Reservestreitkräfte im Nordatlantischen Bündnis als rein nationale Angelegenheit. 1981, d.h. vor 40 Jahren, ist das NRFC eingerichtet worden, um die Lücke zwischen den einzelnen nationalen Ansätzen und den Bedürfnissen der NATO zu schließen. Das nächste Treffen unter deutscher Führung ist für Anfang des kommenden Jahres im NATO-Hauptquartier in Brüssel als Präsenzveranstaltung geplant. Im Sommer 2022 soll dann die Übergabe des NRFC an Dänemark erfolgen, gefolgt von den Niederlanden in 2024.

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