Sachsen-Anhalt will Cyber-Sicherheit stärken

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Nach Cyber-Attacken werden häufig IT-Sicherheitsstandards in den betreffenden Stellen überprüft oder ausgeweitet. Inwiefern dieser Trend zukünftig weiterfolgt wird, wird sich zeigen. (Foto: Werner Moser, pixabay.com)

Nach dem Hacker-Angriff auf den Landkreis Anhalt-Bitterfeld möchte sich die designierte Koalition von Sachsen-Anhalt nun verstärkt dem Thema der IT-Sicherheit widmen. Das Bündnis will laut einem Entwurf des Koalitionsvertrags eine bundesweit gemeinsame Datenpolitik anstreben.

Auch will man “Cyberkriminalität entschlossen entgegentreten und die dafür notwendigen technischen und personellen Ressourcen zur Verfügung stellen” heißt es aus dem Entwurfspapier der Parteien SPD, FDP und CDU.

Die ersten Landkreise des Bundeslandes haben nach der Cyber-Attacke auf die Kreisverwaltung Sicherheitsvorkehrungen eingeleitet. So wurden im Landkreis Wittenberg entsprechende Vorkehrungen überprüft und an “an einigen Stellen die Sicherheit wieder einmal deutlich erhöht” teilte eine Sprecherin des Landkreises mit. Auch der Landkreis Harz möchte seine IT-Sicherheit verstärken. Nach eigenen Angaben zufolge ist seit Ende des letzten Jahres ein neues Rechenzentrum im Bau. Nach den jüngsten IT-Vorfällen soll “besonderer Wert auf dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Schutz- und Sicherheitssysteme gelegt” werden, heißt es aus dem Landkreis. Im Saalelandkreis und im Landkreis Mansfeld-Südharz sollen die Mitarbeitenden für die Thematik der IT-Sicherheit ausgiebig sensibilisiert werden.

Dabei soll der Fokus der Landesregierung aber nicht nur auf der öffentlichen Verwaltung liegen. Auch Kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser erweisen sich als attraktive Angriffsziele von Hacker-Angriffen und sollen daher vom Land finanziell unterstützt werden. Insbesondere die Erhöhung der Datensicherheit soll künftig gefördert werden. Einen sicheren Schutz vor Cyber-Attacken bieten allerdings alle Maßnahmen nicht. Aus Sicht von Manuel Atug vom Chaos Computer Club ist jedoch eine Kombination aus Prävention, Detektion und Reaktion am effektivsten. Neben vorausschauenden Maßnahmen wie regelmäßigen Back-Ups und Softwareupdates muss auch eine transparente Fehlerkultur mit allen Mitarbeitenden etabliert werden. Nur so habe man die Chance, frühzeitig Risiken im eigenen System zu erkennen, sagt Atug.

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