“Infoportal Extremismusprävention” gestartet

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BU: Das Bundeskriminalamt (BKA) bietet ein neues "Infoportal Extremismusprävention" an. (Screenshot: BS/Feldmann)

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat ein neues “Infoportal Extremismusprävention” aufgelegt. Dort können sich Interessierte über entsprechende Angebote informieren und den nächstgelegenen, passenden Anbieter finden. Denn in diesem Feld sind viele Akteure unterwegs. Neben staatlichen Institutionen gehören dazu auch Vereine sowie Nichtregierungsorganisationen.

Dr. Uwe Kemmesies, Leiter der Forschungsstelle Terrorismus/Extremismus im BKA, meint dazu: “Die Extremismusprävention wird in Deutschland sehr engagiert betrieben.” Allerdings habe bislang ein aktueller und zentraler Überblick über die verschiedenen Angebote gefehlt. Mithilfe eines vom BKA gestalteten “Präventionsatlas” kann nun gezielt nach Präventionsprogrammen gesucht werden. Dabei können Filter eingestellt werden, etwa mit Blick auf das Alter der Zielgruppe oder nach der Form des Extremismus. Außerdem gibt es eine Karte, auf der die Ergebnisse präsentiert werden. Bislang sind bereits mehr als 2.000 Angebote aus dem gesamten Bundesgebiet abrufbar. Weitere sollen hinzukommen. Dafür hat die Homepage auch eine Kontaktfunktion. “Vorschläge zu Präventionsangeboten können darüber im BKA eingehen, werden hier geprüft und dann in die Datenbank eingepflegt”, erläutert Kemmesies.

Das Infoportal, das hier erreichbar ist, richtet sich insbesondere an Fachkräfte, etwa Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Lehrerinnen und Lehrer, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, aber auch an Betroffene selbst und deren Angehörige. BKA-Präsident Holger Münch erklärte zu dem Angebot: “Für diese Präventionsarbeit, an der sich viele verschiedene Akteure beteiligen, bieten wir allen Interessierten ab sofort ein zentrales Informationsangebot an.” Ziel sei es, das neue Informationsportal als Anlaufstelle zu etablieren.

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