Informationskampagne gestartet

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Stellten die neue Notrufkampagne der Berliner Feuerwehr vor: Karsten Göwecke, Ständiger Vertreter des Landesbranddirektors (hintere Reihe rechts) und der Ärztliche Leiter Rettungsdienst, Dr. Stefan Poloczek (hintere Reihe links). (Foto: BS/Feldmann)

Die Berliner Feuerwehr hat eine neue Informationskampagne begonnen. Mit ihr sollen die Bürgerinnen und Bürger für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Notrufnummer 112 sensibilisiert werden. Es gibt für jedes der drei zentrale Einsatzfelder (Brandbekämpfung, Technische Hilfeleistung und Rettungsdienst) der Berliner Feuerwehr ein eigenes Werbemotiv.

Der Ständige Vertreter des Landesbranddirektors, Karsten Göwecke, erklärte, dass der Kampagne mit dem Titel “Wenn’s drauf ankommt: 112” “eine Gratwanderung gelingen” müsse. “Einerseits möchten wir nahebringen, was kein Fall für den Notruf ist. Andererseits möchten wir natürlich niemanden, der Hilfe benötigt, davon abhalten, die 112 zu wählen.” Durch die Kampagne soll auch an die Selbsthilfefähigkeiten der Menschen appelliert werden.

Dr. Stefan Poloczek, Ärztlicher Rettungsdienst bei der Berliner Feuerwehr, der grundsätzlich von vermeidbaren und nicht von unnötigen Notrufen spricht, ergänzte: “Damit jeder Mensch in Berlin die Hilfe erhält, die er oder sie benötigt und die in der jeweiligen Situation angemessen ist, setzen wir bei der Notrufkampagne nicht auf den erhobenen Zeigefinder, sondern auf Kommunikation auf Augenhöhe.” Neben den Plakatmotiven, die im Stadtgebiet zu sehen sein werden, gibt es auch Flyer, ein Magazin sowie eine Homepage. Zudem werden die Sozialen Netzwerke genutzt. Eine Kampagne scheint nötig, um Veränderungen herbeizuführen. Denn im vergangenen Jahr hatte die Berliner Feuerwehr laut Poloczek im Vergleich zum Jahr 2013 30 Prozent mehr Rettungsdiensteinsätze zu bewältigen. Interessant an der Kampagne ist zudem, dass sie nicht in Kooperation mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) der Bundeshauptstadt stattfindet und es sich auch nicht um eine Kampagne der Senatsverwaltung für Inneres und Sport handelt. Diese war bei der Vorstellung auch nicht vertreten.

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