Frankreich fährt “Opération Apagan” für Kabul

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(Foto: BS/Airbus, Bonja Garcia de Sola)

Auf Anordnung von Staatspräsident Emmanuel Macron hin führen die französischen Streitkräfte eigene Evakuierungsmaßnahmen aus der afghanischen Hauptstadt aus. Als Luftdrehkreuz dient der Luftwaffenstützpunkt Al Dhafra in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).

In Al Dhafra ist unter anderem das US-Luftwaffengeschwader “38th Air Expeditionary Wing” (380 AEW) stationiert. Frankreich betreibt dort das “Champ de la Paix” mit rund 250 Soldaten mit Anteilen von Heer, Luftwaffe und Marine.

Vorgestern ist am späten Nachmittag aus den VAE kommend ein erster Flug mit 41 Menschen an Bord am Flughafen “Paris-Charles-De-Gaulle” in Roissy gelandet. Gestern am frühen Abend hat dann ein zweites Flugzeug in Roissy aufgesetzt. Diesmal befanden sich mehr als 200 Menschen an Bord, darunter 25 Franzosen und mehrere EU-Ausländer. Laut Pariser Verteidigungsministerium bestand diesmal die große Mehrzahl aus Afghanen, darunter viele Frauen und Kinder.

Bereits in der Nacht von Montag auf Dienstag sind zwei französische Transportflugzeuge – eine Lockheed C-130 “Hercules” und ein Airbus A400M – mit Fracht und Militärpersonal an Bord nach Al Dhafra aufgebrochen. Diese Maschinen pendeln seither zwischen Abu Dhabi und Kabul hin und her. Von den Emiraten aus werden die Menschen dann mit einem Airbus A330 “Phénix” (Foto) nach Frankreich geflogen.

Am Flughafen in Roissy sollen dann für die afghanischen Flüchtlinge beschleunigte Verfahren zur Visa-Ausstellung durchgeführt werden. Auf Sicherheitsüberprüfungen wird dabei aber nicht verzichtet. Alle Einreisenden werden vor Ort auf COVID 19 getestet, außer diejenigen, die bereits zweimal geimpft sind und dies nachweisen können. Anschließend müssen sich alle in eine zehntägige Quarantäne begeben.

Leider sah sich die französische Botschaft in Berlin außer Stande, auf eine telefonische Anfrage des Behörden Spiegel zu antworten.

Berichterstattung des Behörden Spiegel zur Evakuierungsmission:

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