Separate satellitengestützte Infrastruktur

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Präsentierte die Ergebnisse von "BOS@Satcom": Christiana Berg, Präsidentin der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD). (Foto: BS/Feldmann)

In Niedersachsen könnte es für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) in Zukunft eine zusätzliche satellitengestützten Infrastruktur geben. Sie könnte etwa den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) sowie kommerzielle Mobilfunknetze ergänzen. Dadurch ließen sich Abhängigkeiten im Katastrophenfall verringern und Ausfälle abfangen.

Das wäre der Fall, wenn das Pilotprojekt “BOS@Satcom” in den Realbetrieb überführt werden würde. Durch die Ausstattung “mobiler Wachen”, von Einsatzcontainern und ausgewählten Fahrzeugen mit Satellitentechnik ließe sich sehr rasch ein voll funktionsfähiges, breitbandiges Kommunikationsnetz errichten und nutzen. Über dieses ist dann sowohl Sprach- als auch Datenkommunikation möglich. Mit solch einem zusätzlichen Netz würde Niedersachsen bundesweit vorangehen.

An dem Projekt beteiligt sind neben der niedersächsischen Polizei unter anderem das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie Industrieunternehmen. Innenminister Boris Pistorius (SPD) erklärte dazu: “Die Polizei Niedersachsen und das Niedersächsische Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (NLBK) prüfen aktuell intensiv die Möglichkeit, die Satellitenkommunikationstechnik gemeinsam auszubauen und zu nutzen.” Man sei folglich auch für den Katastrophenfall gut aufgestellt. “Sowohl die Polizei als ach der Katastrophenschutz müssen besonders in Extremlagen handlungsfähig bleiben”, so der Ressortchef.

Und die Präsidentin der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen (ZPD), Christiana Berg, deren Behörde maßgeblich am Pilotprojekt war, meint: “In den niedersächsischen Projekten der ZPD und des NLBK geht es unter dem Strich also nicht darum, die heute von den BOS genutzten Kommunikationsinfrastrukturen zu ersetzen, sondern um eine sinnvolle und satellitengestützt-breitbandtaugliche Alternative zu ergänzen.”

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