Großbritannien fährt “Operation Pitting” für Kabul

0
380
(Foto: BS/Portugall)

Die oberste Priorität der Regierung des Vereinigten Königreichs, so ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums (MoD) heute gegenüber dem Behörden Spiegel, sei es, “alles zu tun, was in unserer Macht steht, um unsere Verpflichtungen gegenüber britischen Staatsbürgern und denjenigen, die uns in Afghanistan geholfen haben, zu erfüllen und sie so schnell wie wir können außer Landes zu bringen.”

Deshalb, so Martin Tinworth, Geschwader-Kommodore und Sprecher der “Royal Air Force” (RAF) im MoD, gegenüber dem Behörden Spiegel: “Die RAF arbeitet unermüdlich im Mittleren Osten und in Afghanistan, um berechtigte Personen und ihre Familien zu evakuieren. (…) Alle Lufttransportmaschinen der RAF werden bei der ‘Operation Pitting’ eingesetzt: A400M ‘Atlas’, C-130J ‘Hercules’ und C-17 ‘Globemaster’ von und nach Kabul sowie A330 ‘Voyager’ (Foto) nach Großbritannien.”

Die britische Luftwaffe führe täglich etwa acht Flüge von und nach Kabul sowie zwei Flüge von den Drehkreuzen im Mittleren Osten ins Vereinigte Königreich durch. Dazu sei RAF-Personal, das in die Hunderte gehe, im Vereinigten Königreich, in Afghanistan und in den Drehkreuzen im Einsatz. Der RAF-Sprecher wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Orte der Drehkreuze im Mittleren Osten aus Rücksicht auf “Empfindlichkeiten der Gaststaaten” nicht genannt würden. Allerdings ging vor ein paar Tagen durch die Presse, dass die britische Luftwaffe unter anderem 76 Australier von Kabul aus in die Vereinigten Arabischen Emirate geflogen habe.

Das britische Verteidigungsministerium berichtet heute, dass seit 13. August bis Stand gestern Abend 5.725 Menschen aus 38 Staaten – darunter mehr als 3.100 Afghanen – im Rahmen der “Operation Pitting” aus Afghanistan ausgeflogen worden seien. Brigadegeneral Daniel Blanchford von den “Royal Marines” befehligt die mehr als 1.000 britischen Soldaten, die mit Verbündeten den Internationalen Flughafen von Kabul sichern.

“Wir verdoppeln unsere Anstrengungen”, so General Blanchford, “um die Prozesse zu beschleunigen und um die Verletzlichsten zu unterstützen. Deshalb haben wir 30.000 Liter Wasser am Tag und Essen für 5.000 Menschen nach Kabul geflogen. Außerdem haben wir 2.700 Windeln, 3.600 Flaschen Babymilch und 2.025 Sanitärpackungen gekauft, die wir jetzt verteilen.”

Berichterstattung des Behörden Spiegel zur Evakuierungsmission:

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here