Lob für Videotechnik

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Videotechnik könne der Polizei in vielen Bereichen helfen. Davon ist Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) überzeugt. (Foto: BS/Peggy und Marco Lachmann-Anke, pixabay.com)

Bayerns Innenminister Joachim Hermann (CSU) ist vom Sinn und der Nützlichkeit polizeilicher Videobeobachtung überzeugt. Die Technik leiste einen maßgeblichen Beitrag dazu, dass der Freistaat das mit Abstand sicherste Bundesland sei. Sie sei besonders hilfreich bei der Fahndung nach Kriminellen sowie bei der Aufklärung von Anschlägen.

“Zusätzlich stärkt die Videoüberwachung das Sicherheitsgefühl und kann abschreckend auf potentielle Straftäter wirken”, zeigte sich Hermann überzeugt. Dabei bündele die “Koordinierungsstelle Video der Bayerischen Polizei” (KOST), die in diesem Jahr bei der Polizeiinspektion Flughafen München eingerichtet wurde, die landesweiten Kompetenzen. Das gelte für die Bereiche Einsatz, Recht und Technik. Außerdem unterstütze die KOST die übrigen Polizeipräsidien.  Darüber hinaus habe sie die Aufgabe, neue technische Entwicklungen und Innovationen im Bereich der intelligenten Videotechnik bei der Bayerischen Polizei voranzutreiben. So sollen insbesondere auswärtige Möglichkeiten und die Qualität von Videoaufzeichnungen optimiert und damit Straftäter noch besser und schneller identifiziert werden. Dazu gehören etwa Gesichts-, Verhaltens- oder Mustererkennung. Auch die Beobachtung der technischen Zuverlässigkeit und Fehlerquoten dieser möglichen künftigen Systeme fällt in den Aufgabenbereich der KOST Video. Derzeit, so der Minister, seien die Systeme aber für einen polizeilichen Nutzen noch nicht ausgereift genug.

Keine undifferenzierte flächendeckende Überwachung

Herrmann betonte auch, dass es eine undifferenzierte flächendeckende Videoüberwachung in Bayern nicht geben werde. Sie sei auch kein Ersatz für polizeiliche Präsenz, sondern eine sinnvolle Ergänzung. “Nur wo besondere Sicherheitsgefahren für unsere Bürgerinnen und Bürger bestehen, verstärken wir die Videoüberwachung mit Maß und Ziel. So stehen in Absprache mit den Kommunen 81 Kameras an Kriminalitätsbrennpunkten in sieben bayerischen Städten zur Verfügung”, erläuterte der CSU-Politiker.

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