Wolski meint

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

(BS) Kennen Sie UNAMA? Die Berichterstattung über die “United Nations Assistance Mission in Afghanistan” scheint in der allgemeinen und oft unreflektierten Berichterstattung über “das Versagen der westlichen Welt in Afghanistan” weggefallen zu sein. UNAMAs Auftrag (zentral hier die United Security Council Resolution 1401 vom 28. März 2002), lautet u.a.:

– Aufbau einer Friedenskultur durch Konfliktverhütung,

– Stärkung regionaler Friedensanstrengungen,

– Unterstützung von Gender-sensitiven Aspekten der Friedensarbeit,

– Stärkung des afghanischen Staates und seiner Institutionen, basierend auf Recht und Gesetz, guter Regierungsführung und Respekt vor den Menschenrechten, und Hilfe für die Bevölkerung im gesamten Land,

– Friedensbemühungen zwischen allen bewaffneten Gruppen und der Regierung,

– Förderung von Reformen, vor allem zur Achtung der Menschenrechte,

– Kampf gegen Korruption.

Diese zentrale Mission war stets vom Scheitern bedroht und ist gescheitert, denn die UN als Organisation – nicht die Mitarbeiter(innen) vor Ort – hat sich viel zu lange auf dem Schutz und der Aktivität der NATO-Missionen ISAF und RESOLUTE SUPPORT ausgeruht. Deshalb mussten von den NATO-Kräften zunehmend mehr dieser “non-military Tasks” übernommen werden. Man nennt das “Mission Creep”.

Berichterstattung des Behörden Spiegel zur Evakuierungsmission:

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