“Die Zusammenarbeit war, ehrlich gesagt, bemerkenswert”

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General Tod D. Wolters, Commander des U.S. European Command and NATO's Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), bezeichnete die Zusammenarbeit auch mit Deutschland als bemerkenswert. (Foto: BS/U.S. Department of Defense)

Der deutsche Beitrag zur Evakuierungsmission besteht nicht nur in der militärischen Hilfe vor Ort – und beispielsweise den beiden durch die USA angefragten Hubschrauber – sondern auch in weiteren Unterstützungsleistungen für die amerikanischen Kräfte. General Tod D. Wolters, Commander des U.S. European Command and NATO’s Supreme Allied Commander Europe (SACEUR), lobte in seinem gestrigen Briefing die Hilfe durch europäische Partner, besonders von Deutschland und Italien.

“Bis heute haben wir 55 Flüge zum Luftwaffenstützpunkt Ramstein, Deutschland, geflogen. Und wir haben derzeit 5.783 Evakuierte in Ramstein. Wir haben drei Flüge zur Naval Air Station Sigonella in Italien geflogen und haben dort derzeit 662 Evakuierte”, sagte General Wolters. “Bis heute sind insgesamt 1.605 Evakuierte von Ramstein aus in die Vereinigten Staaten geflogen.” Angesichts der kurzen Zeit zwischen dem Beginn der Evakuierungsmission und der ersten Einbeziehung weiterer Flughäfen in Europa sei dies ein enormer Erfolg und zeige die sehr gute Zusammenarbeit. “Das Vertrauen und die Transparenz, die wir im Laufe der letzten Jahrzehnte insbesondere mit unseren NATO-Verbündeten und -Partnern aufgebaut haben, hat sich im Hinblick auf die Effektivität dieser Operation ausgezahlt. Und diese Zusammenarbeit war, ehrlich gesagt, bemerkenswert”, betonte General Wolters.

Alle Evakuierten würden in Ramstein und Sigonella direkt medizinisch versorgt und untergebracht, in Zusammenarbeit mit den lokalen Einrichtungen, bis die Weiterreise in die USA organisiert sei. Eine besondere Bedeutung käme selbstverständlich der Corona-Vorsorge zu. Das Screening auf das Virus geschehe durch lokale Stationen an der Screening-Linie in Ramstein. “Bei schwereren Erkrankungen können wir auf das Regional Medical Center in Landstuhl zurückgreifen. Es liegt etwa zehn Kilometer von der Air Base Ramstein in Deutschland entfernt”, sagte General Wolters. Von über 7.000 untersuchten Personen sei bei weniger als hundert Corona nachgewiesen worden. “Und von diesen 100 benötigten weniger als 25 eine zusätzliche medizinische Behandlung im Landstuhl Regional Medical Center.” Von diesen 25 Erkrankten seien zudem “weit über 50 Prozent” wieder zurück im Evakuierungsbereich der Ramstein Air Base.

Deutschland und Italien leisteten einen wertvollen Beitrag für die Evakuierungsmission, betonte General Wolters. “Die Zusammenarbeit war nahtlos und hat es uns ermöglicht, unsere Arbeit aus amerikanischer Sicht zu erledigen. Ich möchte meine Ausführungen mit dem Wichtigsten abschließen: Der Sicherheit unserer Evakuierten. Die Sicherheit aller Mitarbeiter, die an dieser Mission beteiligt sind, steht an erster Stelle. Und bis jetzt hatten wir keinen einzigen Sicherheitsvorfall.”

Berichterstattung des Behörden Spiegel zur Evakuierungsmission:

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