Fehlende Zielvorgaben

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Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

Der amerikanische Präsident Joe Biden sagte am 8. Juli 2021 2:09 EDT: “As I said in April, the United States did what we went to do in Afghanistan: to get the terrorists who attacked us on 9/11 and to deliver justice to Osama Bin Laden, and to degrade the terrorist threat to keep Afghanistan from becoming a base from which attacks could be continued against the United States. We achieved those objectives. That’s why we went.”

Diese Argumentation ist spätestens seit dem 26.08. durch den grausamen, wohlgeplanten und nahezu erwarteten Angriff von dem sogenannten Islamischen Staat endgültig ad absurdum geführt worden. Afghanistan wird eine Quelle des Terrorismus für die westliche Welt – und auch für Russland und die umliegenden Staaten – bleiben. Trotz der in Doha am 29.02.2020 getroffenen Vereinbarungen der USA mit den Taliban. Die durch mehrere Regierungen angekündigte Zusammenarbeit mit der sehr indifferenten Taliban-Herrschaft, die sehr viele radikale Strömungen innehat, entsteht aus der Not einer wohl kaum definierten Exit-Strategie der vielen engagierten Regierungen, der Vereinten Nationen und der NATO.

Der Behörden Spiegel wird am 15. September die Thematik fehlender strategischer Zielvorgaben für das Engagement in Afghanistan unter dem Thema “No Exit?” mit Expertinnen und Experten aus dem zivilen und militärischen Bereich in einem Online-Gespräch aufgreifen.

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