Hessen und Baden-Württemberg stärken Cyber-Sicherheit

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"Cyber-Angriffe machen nicht vor Ländergrenzen halt", erklärte der stellvertretende Ministerpräsident von Baden-Württemberg Thomas Strobl in einer Erklärung zur beginnenden Kooperation seines Bundeslands mit dem des Nachbarlandes Hessen im Bereich der Cyber-Sicherheit. Die digitale Kooperation soll vor allem durch die beiden Cyber-Sicherheits-Institutionen Hessen3C und der CSBW sichergestellt werden. (Foto: kiquebg, pixabay.com)

Baden-Württemberg und Hessen werden in der Cyber-Sicherheit zukünftig enger miteinander zusammenarbeiten. Die Innenminister der Länder haben mit einer Kooperationsvereinbarung eine Steigerung der Cyber-Sicherheit schriftlich manifestiert.

Bereits mit der Einrichtung des Hessen CyberCompetenceCenters (Hessen3C) und der Cyber-Sicherheitsagentur Baden-Württemberg (CSBW) wurden Maßnahmen ergriffen, um Gefahren aus dem Netz anzugehen. Hessen3C fungiert als zentrale Kompetenzstelle zur interdisziplinären Zusammenarbeit und institutionalisierten Kooperation staatlicher Behörden in Hessen und hat das Anliegen, die Sicherheit in der Informationstechnik im Land zu steigern und cyberspezifische Gefahren abzuwenden. Die CSBW ist die zentrale Koordinations- und Meldestelle im Bundesland und verknüpft Staat, Verwaltungen, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung in der Cyber-Sicherheit. Die beiden Institutionen sind demnach in der Zielsetzung ähnlich aufgestellt. Nun soll auch deren Zusammenarbeit gestartet werden.

Der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister des Innern, für Digitalisierung und Kommunen in Baden-Württemberg Thomas Strobl erklärte anlässlich der Unterzeichnung die Gründe für die Intensivierung der Zusammenarbeit: “Cyber-Angriffe machen nicht vor Ländergrenzen halt. Daher reagieren wir nun mit einer Vernetzung der Expertise in beiden Ländern auf diese Herausforderung. Über die bereits bestehenden guten Kontakte hinaus wollen wir damit die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zu allen Fragen der Cybersicherheit weiter intensivieren. Cybersicherheit ist einer der Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Digitalisierung und den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.”

Auch Peter Beuth, Ministern des Innern und für Sport in Hessen zeigte sich erfreut über die Zusammenarbeit und verortet die Gründe auch in der Folgen der Digitalisierung: “Durch die stark beschleunigte Digitalisierung hat die Frage der Cybersicherheit in vielen Behörden und staatlichen Institutionen stark an Bedeutung gewonnen, was auch die jüngsten Cyber-Angriffe belegen. Cybersicherheit ist heute mehr denn je auch ein Grundpfeiler der öffentlichen Sicherheit und dadurch verstärkt im Fokus der Sicherheitsbehörden. Bedroht wird die Cybersicherheit nicht zuletzt durch die zunehmende Agilität und die professionellen Fähigkeiten der Angreifer im Cyberraum. Um diese Angriffe effizient abzuwehren, ist eine Vernetzung unserer beiden Länder im Bereich der Cybersicherheit sinnvoll und notwendig.”

Beginnen wird die Kooperation der beiden Länder mit gegenseitigen Hospitationen in den jeweiligen Cyber-Sicherheits-Institutionen. “Den ersten Aufschlag wird das Hessen3C mit einem Besuch im Spätherbst in der CSBW machen” erklärten die beiden Minister in ihrer Abschlusserklärung.

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