Zweite Erprobung im Rahmen von OCEAN2020

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Das Zusammenwirken verschiedener Sensoren sowie unbemannter Plattformen wird mit OCEAN2020 erforscht. (Foto: BS/Leonardo)

Am 25. und 26. August fand vor der südlichen Küste Schwedens die zweite Seedemonstration des europäischen Projekts OCEAN2020 statt. 18 europäische Unternehmen, Forschungsinstitute und Verteidigungsministerien aus zehn verschiedenen EU-Ländern nahmen teil. Bei der Demonstration auf See wurde die Integration von im Einsatzgebiet gesammelten Informationen erprobt, um ein zuverlässiges maritimes Lagebild (Recognised Maritime Picture, RMP) zu erstellen.

Bei dieser zweiten OCEAN2020-Demonstration stand im Fokus, wie die Seestreitkräfte Bedrohungen, welche sich mit hoher Geschwindigkeit an der Oberfläche bewegen, sowie unbekannte Aktivitäten unter Wasser erkennen und identifizieren können. Die Übung wurde von Saab koordiniert.

Während der Demonstration patrouillierten die unbemannten Systeme in dem Gebiet und erfassten bzw. klassifizierten dabei Bedrohungen mithilfe einer Reihe von Sensoren. In einem Szenario ging es um die Überwachung, Hemmung und Bekämpfung mehrerer Bedrohungen an der Oberfläche, während in einem zweiten Szenario die Identifizierung von Unterwassergefahren und das Aufspüren feindlicher Spezialeinheiten in Küstengebieten im Mittelpunkt standen.

OCEAN2020 ist das größte von Europa finanzierte Verteidigungsforschungsprojekt für die Seeraumüberwachung. Leonardo koordiniert das Team von 43 Partnern aus 15 Ländern. An der Ostseedemonstration waren 13 unbemannte Systeme, vier Marineeinheiten – ein schwedisches Unterstützungsschiff, ein litauisches Patrouillenschiff, ein polnischer Minenjäger und ein deutsches Forschungsschiff – ein Satellit und zwei Kommandozentralen beteiligt.

Mit dem Projekt OCEAN2020 erforscht die EU unterschiedliche Bereiche der maritimen Überwachung. Zu diesem Zweck integrieren die europäischen Partner Drohnen und unbemannte U-Boote in Flottenverbände. Für Deutschland bringt unter anderem das Fraunhofer IOSB seine Expertise im Bereich Unterwasserdrohnen und maritime Situationsanalyse ein. Die weiteren beteiligten deutschen Unternehmen sind: Hensoldt Sensors, Infinite Vision, MBDA Deutschland und Schönhofer Sales and Engineering.

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