Keine Kostendeckung beim ÖPNV

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Der Verkauf von Fahrscheinen deckt nicht mal zur Hälfte die Betriebskosten der ÖPNV-Unternehmen. (Foto: Hebi B., pixabay.com)

Laut Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Kostendeckung im öffentlichen Personennahverkehr werden weniger als die die Hälfte der Betriebskosten der Unternehmen des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) durch Einnahmen aus dem Verkauf von Fahrscheinen gedeckt. Lediglich durch öffentliche Leistungen sei eine Kostendeckung erreichbar.

Im Jahr 2018 wurden demnach lediglich 41,5 Prozent der Gesamtkosten aller Unternehmensformen des ÖPNV aus dem Verkauf von Fahrscheinen finanziert. 2016 waren es noch 48,8 Prozent und 2014 46,8 Prozent. Die finanzielle Unterstützung seitens aller Gebietskörperschaften im Jahr 2018  belief sich laut Bericht auf rund 19,1 Milliarden Euro. Davon wurden rund 12,8 Milliarden Euro vom Bund, rund 3,3 Milliarden Euro von den Ländern und rund 3,0 Milliarden Euro von den Kommunen aufgebracht.

Zwischen 2005 und 2018 wurden die gesamten Bundesleistungen um 22 Prozent erhöht, was rund 2,3 Milliarden Euro entspricht. Die Länderleistungen stiegen im gleichen Zeitraum um 53 Prozent, was rund 1,2 Milliarden Euro entspricht. Die finanziellen Leistungen der Kommunen sind in den Jahren 2005 bis 2018 hingegen um 8 Prozent gesunken, was 0,3 Milliarden Euro entspricht.

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