Testspezifikation für vernetzte Geräte im Smart Home veröffentlicht

0
723
Vernetzte Geräte im Smart Home können von nun an mit einer Testspezifikation versehen werden. Mit dieser Spezifikation erhalten die Geräte einen Mindestsicherheitsstandart, welcher im gesamten europäischen Raum anerkannt wird. (Grafik: Gerd Altmann, pixabay.com)

Die europäische Normungsorganisation ETSI (European Telecommunications Standards Institute) hat die Testspezifikation bei vernetzten Geräte im Smart Home veröffentlicht. An der Entwicklung der Testspezifikation ETSI TS 103 701 sowie beim Mindestsicherheitsstandard ETSI EN 303 645 war das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) federführend tätig.

Mit dem Standard soll die Empfehlung an die Hersteller weitergeleitet werden, Internet-fähige Geräte von Anfang an mit einem sicheren Schutzniveau (Security by Design) zu entwickeln und gleichzeitig eine internationale valide Messgröße zu etablieren, welche den Geräten ein Mindestmaß an Cyber-Sicherheit zuspricht.

Arne Schönbohm, Präsident des BSI lobt die Einführung des neuen Standards: “Europa ist in diesem Bereich Vorreiter. Wir haben damit eine über die Grenzen hinweg anerkannte Grundlage für die Cyber-Sicherheit im Smart Home entwickelt.” Des Weiteren verweist Schönbohm darauf, dass durch die steigende Digitalisierung und Vernetzung weitere Angriffsmöglichkeiten für Cyber-Kriminelle entstehen könnten. Durch die Standardisierung könne man das Sicherheitsniveau von Internet-of-Things-Geräten effektiv stärken: “Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland und Europa ist dies ein weiterer wichtiger Meilenstein” teilte der Präsident des BSI mit.

Ferner steht zur Diskussion, inwiefern die Testspezifikation in Verbindung mit dem geplanten IT-Sicherheitskennzeichen genutzt werden soll. Mit dem IT-Sicherheitskennzeichen können Hersteller mit einem entsprechenden Sicherheitsniveau eine Zertifizierung ausweisen. Hierzu teilt das BSI mit: “IT-Sicherheit wird zunehmend zu einem Kaufkriterium für Verbraucherinnen und Verbraucher. Das IT-Sicherheitskennzeichen soll künftig Transparenz über die Sicherheit von Produkten bieten, für die sich Verbraucherinnen und Verbraucher interessieren.”

Genauere Informationen zur Kombination der Testspezifikation mit dem IT-Sicherheitskennzeichen stehen derweil noch aus.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here