Wasserstoffzentrum in Chemnitz

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Wasserstoff könnte der Antrieb der Zukunft für Autos, LKW, Züge, Schiffe und Flugzeuge werden. Um das zu realisieren muss allerdings noch viel geforscht werden – auch in Deutschland. (BS, akitada31, pixabay.com)

Breits 2024 soll das 37.000 Quadratmeter große Wasserstoffzentrum in Chemnitz in Betreib gehen. Im “Hydrogen and Mobility Innovation Center” (HIC) sollen künftig Unternehmen emissionsarme Züge und Autos zur Serienreife bringen. Dr. Thomas von Unwerth, Vorstandsvorsitzender des koordinierenden HZwo e.V. und Direktor des Instituts für Automobilforschung an der TU Chemnitz: “Damit schaffen wir nicht nur Potenziale für eine zukunftsfähige und nachhaltige Mobilität, sondern verleihen als Innovationstreiber auch unserer Stadt internationale Tragweite.”

Gefördert wird das Projekt vom Bundesverkehrsministerium mit 60 Millionen Euro, beantragt waren rund 95 Millionen Euro. Im Rahmen des Wettbewerbs um das “Technologie- und Innovationszentrum Wasserstofftechnologie” sollte das Nationale Wasserstoffzentrum ursprünglich an bis zu drei Gewinner vergeben werden. Das Gesamtbudget von aktuell bis zu 290 Millionen Euro wird nach neuesten Angaben von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer auf vier Orte verteilt, von welchen der bayerische Standort Pfeffenhausen 100 Millionen Euro, Duisburg 60 Millionen Euro und der Norden (Gemeinschaftsprojekt von Bremen/Bremerhaven, Hamburg und Stade) 70 Millionen Euro erhält. Scheuer: “Das Ergebnis unseres Standortwettbewerbs ist 3 plus 1: Chemnitz, Duisburg, Pfeffenhausen und Norddeutschland.”

“Die Entscheidung für den Standort Chemnitz ist eine hervorragende und zukunftsträchtige,” freut sich Oberbürgermeister Sven Schulze. “Für die Chemnitzer Forscher und das Netzwerk bedeutet dieser Zuschlag eine Auszeichnung für ihre bisher schon hervorragende Arbeit, zu der ich recht herzlich gratuliere. Ich werde weiterhin alles dafür tun, den Standort Chemnitz weiterzuentwickeln und als Ort der Zukunftstechnologie voranzubringen.” Und Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig erklärt: “Ich freue mich, dass Bundesminister Scheuer das HIC-Projekt als Diamant unter den Wettbewerbsteilnehmern erkannt hat. Damit honoriert der Bund die harte Arbeit und die Risikobereitschaft der sächsischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, frühzeitig das Thema Wasserstoff zu adressieren.”

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