Entwicklungen beim Taurus

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Mit seiner Tiefflugfähigkeit ist der Taurus einer der wirksamsten Marschflugkörper weltweit. (Foto: BS/Frank)

Über die neuen geplanten Entwicklungen beim Marschflugkörper Taurus informierte der Stand der Taurus Systems GmbH bei der RüNET. Aktuell ist der Taurus bei der deutschen Luftwaffe nur in die Tornados integriert, was ein deutlicher Nachteil ist, da die noch verbliebenen 85 Tornados, die zwischen 1981 und 1992 an die Luftwaffe ausgeliefert wurden, weiterhin eine sehr große Vielzahl an Rollen (Nukleare Teilhabe, ECR, Luft-Boden) erfüllen müssen, welche die Eurofighter (Ersteinführung 2004) bisher noch nicht übernommen hat. Auch die Integration des Taurus in den Eurofighter ist geplant.

Die Besonderheit des Taurus ist seine geringe Flughöhe. Der Marschflugkörper kann dadurch unter der wirksamen Radarabdeckung der Luftverteidigung ins Ziel gelangen, was ihn zu einem der wirksamsten Lenkflugkörper weltweit macht. Aktuell wird an der Entwicklung seiner Fähigkeit zum Tiefflug in GPS-denied Areas geforscht. Der Taurus verfügt zwar über eine Härtung seines GPS-Empfangs gegenüber Störmaßnahmen, in einem Gebiet ganz ohne GPS ist allerdings der bodennahe Flug eine Herausforderung. Diese Fähigkeit zu verbessern ist – angesichts der Refokussierung auf die Landes- und Bündnisverteidigung und damit der Annahme eines ebenbürtigen Gegners – eines der Hauptprojekte zukünftiger Taurus-Entwicklungen.

Der Taurus ist vor allem gegen gehärtete und hochwertige Punkt- und Flächenziele geeignet. Hierfür verfügt er über einen zweistufigen Gefechtskopf mit programmierbaren Mehrzweckzündern.

Durch die Missionsplanung wird im Vorfeld des Einsatzes die Route des Marschflugkörpers eingegeben und dann durch diesen abgeflogen.

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