Neue Körperschutzausstattung für Bereitschaftspolizei

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In Nordrhein-Westfalen erhält die Bereitschaftspolizei eine neue Körperschutzausstattung (KSA). (Foto: BS/IM NRW, Bernd Thissen)

Die rund 2.600 Beamtinnen und Beamten der nordrhein-westfälischen Bereitschaftspolizei bekommen eine neue Körperschutzausstattung (KSA). Sie besteht aus einer Weste sowie Arm- und Beinprotektoren. Die Basisweste wiegt 6,5 Kilogramm und ist damit 2,2 Kilogramm leichter als die bisherige Westenkombination.

Die neue Weste schützt vor Stichen, Schlägen, bei Bewurf mit Gegenständen und hat einen integrierten ballistischen Schutz. Das 1998 entwickelte Vorgängermodell bot lediglich einen Schlag- und Stichschutz. Um zusätzlich vor Schüssen geschützt zu sein, mussten die Polizisten eine ballistische Schutzweste unter der Schlag-/Stichschutzweste tragen. Diese Kombination war schwer, zu warm und bot wenig Bewegungsfreiheit.

Die neue Körperschutzausstattung wurde von einer Landesarbeitsgruppe unter der Leitung der dritten Bereitschaftspolizeiabteilung und in Kooperation mit der Sporthochschule Köln entwickelt. Insgesamt beschafft die Polizei 3.725 neue Modelle. In diesem Jahr werden zunächst Teile der Bereitschaftspolizei, 2022 dann neben der Bereitschaftspolizei auch die Alarmzüge und die Diensthundeführer ausgestattet. Dafür werden insgesamt 7,2 Millionen Euro investiert.

Innenminister Herbert Reul (CDU) erklärte dazu: “Weniger schützt mehr. Die neue Ausstattung ist eine deutlich leichtere Zwei-in-eins-Weste, die besser schützt als das Vorgängermodell – eine Weste, die alles kann und alles abkann.” An der neuen Weste können die Polizistinnen und Polizisten zusätzlich Helm, Funkgerät, taktische Zeichen und die Bodycam befestigen. Zudem ist die neue KSA leicht zu reinigen, schwer entflammbar und wasserabweisend.

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