Wolski meint

0
233
Generalmajor a. D. Reinhard Wolski, Dipl.-Ing. (Univ.), ist Experte des Behörden Spiegel und war in seiner letzten Verwendung Chef des Amtes für Heeresentwicklung. (Foto: privat)

(BS) Im “Initial Framework Contract” – Phase 1 A wurde festgelegt (wir berichteten), dass das Next Generation Weapon System – also das bemannte Kampfflugzeug – durch den Hauptauftragnehmer Dassault Aviation mit Beteiligung von Airbus, der “Remote Carrier” durch den Hauptauftragnehmer Airbus mit Partner MBDA, und die “Combat Cloud” ebenfalls durch den Hauptauftragnehmer Airbus mit Partner Thales zu entwickeln sind. Aus ingenieurstechnischer Sicht stellt sich jetzt die Frage nach den Entwicklungsrisiken. Während die Entwicklung des Kampfflugzeugs als Nachfolger Rafale und Eurofighter anspruchsvoll, aber handhabbar ist (auch im Hinblick auf eine mögliche Exportversion?), ist die Entwicklung des Remote Carrier in dem Fähigkeitsspektrum hochanpruchsvoll und kann in der Risikoabschätzung noch nicht bewertet werden, da Künstliche Intelligenz, Manned-Unmanned-Teaming und weitere, neue Technologien zum Einsatz kommen müssen.  Die Entwicklung einer “Combat Cloud”, die die Informationsversorgung resilient bei Überschallgeschwindigkeiten für das FCAS im NATO-Einsatzgebiet und darüber hinaus bereitstellt, kann vom Entwicklungsrisiko – und auch von den anfallenden Kosten – ebenfalls noch nicht abgeschätzt werden.  Dabei gilt zusätzlich, dass das “Systemhaus Luft” eng mit dem “Systemhaus Cyber- und Informationsraum” zusammenarbeiten muss.  FCAS ist kein reines Projekt der Luftstreitkräfte.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here