Kooperation USA, Australien und Großbritannien

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Die USS North Dakota (SSN 784) auf der Themse. (Foto: BS/U.S. Navy/Jason M. Geddes)

Aktuell findet die Kooperation zwischen den USA, Großbritannien und Australien große Beachtung, wobei besonders die Absprachen zu den Atom-U-Booten für Australien teilweise als Düpierung Frankreichs bezeichnet werden. Dabei reichen die Kooperationen zwischen den drei Ländern weit in die Vergangenheit. Nicht erst seit dem Zweiten Weltkrieg verbindet die Nationen eine tiefe und verlässliche Partnerschaft. So war auch dieses Treffen bereits die 31. Australia-United States Ministerial Consultations (AUSMIN).

Die USA sind Weltmacht mit weltweiten Sicherheitsinteressen, der Pazifik stößt direkt an die Landesgrenzen. Ein Stabilitätsanker, ein sicherer und zuverlässiger Partner vor Ort, liegen dementsprechend im nationalen Interesse, wobei sogar hier die internationale Zusammenarbeit von den USA mit in den Fokus gerückt wurde, durch Einbeziehung Großbritanniens. Ob Frankreich bei seinem angedachten Deal mit Australien eine ähnliche Berücksichtigung von Partnern durchgeführt hätte, ist eher fraglich. Schließlich stellt Frankreich auch seine Atomwaffen nicht der NATO zur Verfügung – im Gegensatz zu den USA.

“Das Bündnis zwischen den Vereinigten Staaten und Australien ist nach wie vor ein Stabilitätsanker, und die Hauptakteure haben bekräftigt, dass der Indopazifik der Schwerpunkt dieses Bündnisses ist”, lautete das Joint Statement im Nachgang des 31. AUSMIN. “In diesem Jahr, in dem wir das 70-jährige Bestehen unseres Bündnisses feiern, blicken wir mit Stolz auf das Erbe von Frieden und Wohlstand zurück, zu dem unsere Partnerschaft beigetragen hat. Angesichts der Herausforderungen, die durch die COVID-19-Pandemie, den Klimawandel und wachsende Bedrohungen für Sicherheit und Stabilität entstanden sind, steht unsere Freundschaft unerschütterlich und entschlossen. Unsere gemeinsamen Werte und Erfahrungen ebnen uns einen Weg, um diese Herausforderungen zu bewältigen und Lösungen zu finden, die auf demokratischen Werten beruhen, die Achtung der Menschenrechte fördern und die auf Regeln basierende internationale Ordnung stärken.”

Als gemeinsame sicherheitspolitische Interessensgebiete wurden der Indo-Pazifik, die Erholung von der COVID-19 Pandemie und das Gesundheitswesen, das Klima inklusive grüner Energien und Umwelt, sowie Sicherheit und Verteidigung definiert. Ein besonderer Fokus liegt zudem auf der Verteidigung demokratischer Werte und dem Erhalt des Multilateralismus. So betont das Statement: “Die Vereinigten Staaten und Australien bekennen sich zur Demokratie und zu einem stabilen, sicheren und inklusiven indopazifischen Raum und verpflichten sich, die auf Regeln basierende internationale Ordnung zu stärken, die seit fast acht Jahrzehnten den internationalen Frieden und die Sicherheit fördert, Wohlstand und nachhaltige Entwicklung begünstigt und die Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten unterstützt. Siebzig Jahre nach der Unterzeichnung des ANZUS-Vertrages haben unsere Demokratien beispiellosen wirtschaftlichen Wohlstand für unsere Bürgerinnen und Bürger und Vorteile für die indo-pazifische Region und die Welt geschaffen, unter anderem durch unsere führende Rolle bei der weltweiten Pandemiebekämpfung.”

Ein wichtiges Instrument zur Verteidigung demokratischer Werte sei weiterhin die militärische Abschreckung, um jene Länder, deren Regierungen die Menschenrechte nur wenig bedeuteten, von aggressiven Aktionen abzuhalten. “Die Minister begrüßten die jüngste Ankündigung einer verstärkten trilateralen Sicherheitspartnerschaft mit der Bezeichnung “AUKUS” – Australien, Großbritannien (UK) und die USA. AUKUS wird auf den langjährigen bilateralen Beziehungen zwischen unseren drei Ländern aufbauen, u.a. durch eine stärkere Integration von verteidigungs- und sicherheitsrelevanter Wissenschaft, Technologie, industriellen Grundlagen und Lieferketten sowie durch eine intensivere Zusammenarbeit bei einer Reihe von Verteidigungs- und Sicherheitsfähigkeiten”, beschreibt das Statement. “Als erste Initiative im Rahmen von AUKUS bekräftigten die Staats- und Regierungschefs ihr Engagement für das gemeinsame Ziel, Australien bei der Beschaffung von konventionell bewaffneten U-Booten mit Nuklearantrieb für die Royal Australian Navy zu unterstützen. Sie erkannten an, dass die Entwicklung der australischen U-Boote mit Nuklearantrieb ein gemeinsames Unterfangen der drei Länder sein wird, bei dem Interoperabilität, Gemeinsamkeit und gegenseitiger Nutzen im Vordergrund stehen. In den nächsten 18 Monaten werden trilaterale Anstrengungen unternommen, um den optimalen Weg zur Bereitstellung dieser Fähigkeit zu finden.”

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