Klimaschutz statt Parkraum

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Parkraum ist schon jetzt in vielen Großstädten ein rares Gut und wird zugleich oft unter Wert gehandelt. (BS/Florian Pircher, www.pixabay.com)

Mobilitätswende und Entsiegelung von Flächen fechten die bisherige Straßenraumaufteilung an. Dessen Aufteilung und Aufwertung sei notwendig, um die Verkehrswende voranzubringen, erklärt Baden-Württembergs Verkehrsminister, Winfried Hermann. Und: Auch der ruhende Verkehr können zum Klimaschutz betragen.

“Die Autos wurden in den letzten Jahren breiter und größer,” erläutert Herrmann die Problematik. “Gleichzeitig wird der verfügbare öffentliche Raum nicht mehr. Das führt auch zu Verkehrssicherheitsproblemen. So behindern parkende Autos die Sicht auf die Fahrbahn, was vor allem für querende Kinder gefährlich werden kann. Falschparkende Fahrzeuge auf Radwegen wiederum gefährden Radfahrerinnen und Radfahrer.” Auf der digitalen Veranstaltung des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg und des Städtetags Baden-Württemberg zum Thema “Straßen aufwerten – Neue Ansätze in der Parkraumpolitik” war man sich daher einig, dass ein Umdenken stattfinden müsse. Man müsse Parken anders managen, um mehr Raum für nachhaltige Mobilität und mehr Lebensqualität zurückzugewinnen.

Der Verkehrsminister stellt klar: “Unsere Straßen müssen uns mehr wert sein. Parken soll daher kostendeckend erfolgen.” Laut Gudrun Heute-Bluhm, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Städtetags Baden-Württemberg, unterliege die Bewertung, ob im konkreten Fall die Nutzung des öffentlichen Parkraums unter Wert gehandelt werde den Kommunen selbst. Diese sollten auch darüber entscheiden, wie sie eventuelle Mehreinnahmen bestmöglich im Sinne der Verkehrswende einsetzen wollen.

Die Veranstaltung befasste sich zudem der Mehrfachnutzung von Parkraum, den Herausforderungen für die städtische Logistik und Sharinganbieter, Daten rund ums Parken, Kooperationsmöglichkeiten und der Integration von E-Ladeinfrastruktur.

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