Belastetes Wasser in Mali

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Das Wasser für die deutschen Soldatinnen und Soldaten in Mali, hier bei einer MedEvac-Übung, muss aktuell eingeflogen werden. (Foto: Bundeswehr/Johannes Müller)

Das Wasser für die deutschen Soldaten in Mali muss aktuell von Deutschland aus eingeflogen werden, meldete das Einsatzführungskommando der Bundeswehr heute morgen. Grund ist eine erhöhte Bromat-Konzentration im örtlichen Trinkwasser.

“Das vorliegende Ergebnis überschritt den in der deutschen Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwert um mehr als das Dreifache”, beschreibt das Einsatzführungskommando der Bundeswehr. Eine akute Gefährdung der Gesundheit der Soldaten liege allerdings nicht vor. “Da vor Ort für das deutsche Einsatzkontingent MINUSMA keine verlässliche Lösung identifiziert werden konnte, wird bis auf Weiteres die Versorgung des deutschen Einsatzkontingentes MINUSMA mit abgefülltem Wasser aus Deutschland sichergestellt.”

Die Gründe für Bromate im Trinkwasser können vielfältig sein, unter anderem fanden sie auch in Insektenschutzmitteln in der Landwirtschaft Verwendung. Das Einsatzführungskommando vermutet allerdings als Ursache die Zugabe von Ozon, was gemacht wird, um die Bildung von Keimen im Trinkwasser zu verhindern. Eine übermäßige Zugabe von Ozon könne zur Bildung von Bromat im Wasser geführt haben.

Statt Trinkwasser aus Deutschland einzufliegen, könnte die Bundeswehr allerdings auch eine Wasseraufbereitungs- plus eine Flaschenabfüllanlage nach Mali transportieren. Zumindest wenn sich das Problem vor Ort nicht kurzfristig durch Wechsel des Zulieferers beheben lässt. Schließlich verfügt die Bundeswehr über mehrere solche Anlagen von Kärcher Futuretech, welche sich bereits mehrfach in Bundeswehr- und Katastrophenschutzeinsätzen bewährt haben.

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