Perspektiven von Bürgerinnen und Bürgern

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Auch in der Verwaltung ist nicht alles schwarz-weiß. Es kommt auf die Perspektive an und die kann durchaus unterschiedlich sein! (BS, Free-Photos, pixabay.com)

“Moderne Verwaltungsarbeit heißt, die Perspektiven von Bürgerinnen und Bürgern stärker einzubeziehen,” meint Sabine Smentek, IKT-Staatssekretärin des Landes Berlin. Um das zu verwirklichen, wurden von der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport und dem CityLAB Berlin Workshops organisiert, die Online-Formulare und digitale Anträge auf ihre Nutzerfreundlichkeit testeten.

Von insgesamt 138 Bewerberinnen und Bewerbern wurden 23 Teilnehmende ausgewählt – Bürgerinnen und Bürger, die die Diversität der Hauptstadt repräsentieren: Von Jung bis Alt, von digital erfahren bis Neuling, mit Deutsch als Muttersprache oder als Zweitsprache, mit oder ohne körperliche Einschränkungen. Sie unterzogen in digitalen Workshops vom 5. bis 7. Oktober 2021 Formulare und Anträge einem Praxistest. Dieses Vorgehen, Verwaltungsangebote gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern weiterzuentwickeln, sei zukunftsweisend, erklärt Dr. Benjamin Seibel, Leiter des CityLAB Berlin. “Eine gute Verwaltung muss für alle Menschen in der Stadt funktionieren. Das Feedback aus unterschiedlichsten Perspektiven ist dafür von großer Bedeutung.”

Die Veranstaltungsreihe unter dem Motto “Digitalwerkstatt Verwaltung” stieß auf positive Resonanz. “Es war sehr schön, als Bürgerin Berlins in der Verwaltung mitwirken zu können. Ich konnte meine Ideen frei äußern und hatte das Gefühl, dass ihnen sehr viel Gehör geschenkt wurde,” schildert Teilnehmerin Ela Özdemircelik (23, Studentin) und Teilnehmerin Dagmar Howering (69, Rentnerin) ist sich sicher, dass die “Teilnehmenden ein wenig zur Verbesserung beitragen konnten”. Auch Teilnehmer Alperen Türkol (26, Kundenberater) freut sich: “Wunderbar, dass die Senatsverwaltung auch Nicht-Muttersprachler wie mich in den Workshop einbezogen hat. Am Ende war ich überzeugt, dass die Verwaltung ein echtes Interesse daran hat, Angebote gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern zu entwickeln und dass sie auch erkannt hat, dass die Nutzenden dieser Angebote sehr unterschiedlich sind.”

Smentek freut sich sehr auf die Auswertung der Impulse aus der Digitalwerkstatt. Deren Ergebnisse sollen im Dezember vorgestellt werden.

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