Tagesbefehl des GI zur Grundbeorderung von Reservisten

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(Foto: BS/Bundeswehr/Sebastian Wilke)

Wie heute auf der Homepage der Bundeswehr berichtet wird, hat der Generalinspekteur einen Tagesbefehl zum Thema “Reserve” erlassen. Zum 1. Oktober werden die ersten Soldatinnen und Soldaten nach ihrem Ausscheiden auf feste Dienstposten in die Grundbeorderung eingeplant. Die neue Regelung soll das Engagement in der Reserve erleichtern. General Eberhard Zorn (Foto) wirbt im aktuellen Tagesbefehl für die Initiative und die Binnenkommunikation in der Truppe.

Bei der “Grundbeorderung” liegt die Priorität der Einplanung auf Dienstposten der sogenannten Verstärkungsreserve, so das Streitkräfteamt (SKA) in Bonn. Zukünftig werden die Soldaten unmittelbar nach Abschluss ihrer aktiven Dienstzeit im Rahmen einer Grundbeorderung für die Dauer von sechs Jahre entsprechend ihrer während der aktiven Dienstzeit erworbenen Qualifikation auf Dienstposten in der Reserve eingeplant. So soll sichergestellt werden, dass im Konfliktfall auf gut ausgebildete Soldaten zurückgegriffen werden kann. Das Freiwilligkeitsprinzip für den Reservistendienst im Frieden soll aber bestehen bleiben.

“Der Blick auf die Landes- und Bündnisverteidigung, den Heimatschutz, aber auch die Unterstützung der Bundeswehr im Rahmen der Amtshilfe bei Katastrophen und Gefahrenlagen zeigt”, so der GI in seinem Tagesbefehl, “wir brauchen eine starke und schlagkräftige Reserve.” Mit dem Inkrafttreten der Grundbeorderung für ausgeschiedene Soldaten gelte es, “dieses neue Potenzial auszuschöpfen.”

“Die Grundbeorderung ist für uns alle neu”, so General Zorn. “Deshalb fordere ich alle Vorgesetzten auf: Informieren Sie Ihre Soldatinnen und Soldaten vor dem Ausscheiden umfassend. Bringen Sie sich aktiv und engagiert ein, damit wir das Potenzial der Grundbeorderung nutzen und so unsere Reserve weiter stärken.”

“Den Vorgesetzten, den Spießen, Kompaniechefs und Bataillonskommandeuren, die ihre Soldatinnen und Soldaten, die Ergänzungstruppenteile und auch die Umstände am jeweiligen Standort kennen, kommt deshalb eine besonders wichtige Rolle zu”, so der ranghöchste Soldat der Bundeswehr. “Sie müssen die Soldatinnen und Soldaten im beschriebenen Dialog beraten, um sie zielgenau beordern zu können.” Aber: “Wir müssen nicht nur nach innen kommunizieren, sondern auch nach außen zu den Arbeitgebern unserer Reservistinnen und Reservisten, um bei diesen das gegenseitige Verständnis für den Reservedienst und die erforderliche Freistellung zu fördern”, so der GI.

Am 18. Oktober 2019 hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer auf der Jahrestagung der Reserve in Berlin eine neue “Strategie der Reserve” als Folgepapier der “Konzeption der Reserve” von 2012 in Kraft gesetzt. Die Reserve soll den Aufwuchs der Streitkräfte gewährleisten, verstärkt die Einsatzbereitschaft verstärken und die Durchhaltefähigkeit im gesamten Aufgabenspektrum der Bundeswehr, insbesondere für die Landes- und Bündnisverteidigung, erhöhen. Außerdem gilt die Reserve als Mittler und Multiplikator zwischen Bundeswehr und Gesellschaft.

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