Rechtsradikale Gruppe im Wachbataillon

0
444
(Screenshot: BS/@BMVg_Bundeswehr via Twitter)

Die Bundeswehr hat weiterhin ein Problem mit rechtsradikalen Kräften, die in eher abgeschlossenen Bereichen einheitliche, antidemokratische Gruppierungen bilden. Nun ist eine solche im Wachbataillon aufgeflogen. Zuerst hatte der Spiegel am Freitagvormittag berichtet: “Hinter der glänzenden Fassade des Vorzeigverbands hat sich laut einem internen Vermerk offenbar ein beunruhigendes Eigenleben entwickelt. So soll sich in der 2. Kompanie laut Zeugenaussagen eine Gruppe von mindestens sechs Soldaten gebildet haben, die sich offen als ‘Wolfsrudel’ bezeichneten.”

Am Freitagmittag antwortete dann das BMVg auf Twitter: “Wir ziehen erste Konsequenzen! Eine Kompanie des Wachbataillons wird aus dem protokollarischen Dienst herausgenommen, Vorgesetzte, gegen die ermittelt wird, sind von ihren Funktionen entbunden worden. In diesen Minuten wird der Bundestag darüber informiert.”

Es handelt sich dabei um die zweite Kompanie des Wachbataillons. Die rechtsradikalen Soldaten sollen andere Soldaten des Wachbataillons mit asiatischen Wurzeln rassistisch beleidigt und gedemütigt haben. Der mutmaßliche Anführer soll laut Spiegel ein 32-jähriger Oberstabsgefreiter sein.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here