Frankreich zeigt im Pazifik Flagge

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(Foto: BS/État-major des armées)

Wie das Pariser Verteidigungsministerium heute berichtet, hat ein Seeaufklärer der “Marine nationale” vom Typ Dassault “Falcon 200 Gardian” (Foto) die Hauptinsel von Französisch-Polynesien – Tahiti –, verlassen in Richtung des japanischen Luftwaffenstützpunkts Futenma. Das Flugzeug beteiligt sich als französischer Beitrag an der “United Nations Security Council Enforcement Coordination Cell” (UNSCECC), welche die Einhaltung von UN-Sanktion gegen Nordkorea überwacht

Diese Koordinierungszelle zur Erzwingung der Resolutionen 2375 und 2397 des UN-Sicherheitsrates gegen Nordkorea hat im Januar 2018 ihre Arbeit aufgenommen. Neben Frankreich und Japan gehören ihr Australien, Großbritannien, Japan, Kanada, Neuseeland und die USA an. Es geht dabei um die Inkraftsetzung und Beachtung der maritimen Dimension der Sanktionen, die der UN-Sicherheitsrat in New York wegen nordkoreanischer Rüstungsprogramme erlassen hat. Der Auftrag des französischen Seeaufklärers lautet, diejenigen Schiffe festzustellen, die illegale Waren transportieren und Beweisfotos zu machen, um die Anklageschrift zu begründen.

Die Seegrenzen des Ostchinesischen Meeres sind unter dessen Anrainerstaaten – China, Nordkorea, Südkorea, Japan und Taiwan – teils heftig umstritten. Deshalb will Frankreich sich mit dieser Aufklärungsmission gegenüber Nordkorea, so das Verteidigungsministerium, einerseits demonstrativ für die “Freiheit der Meere” einsetzen. Andererseits soll damit auch Frankreichs Wille unter Beweis gestellt werden, ausreichende militärische Fähigkeiten in der pazifischen Region vorzuhalten, die es in die Lage versetzen, die sicherheitspolitische Lage vor Ort eigenständig aufzuklären.

Mit seinen Überseegebieten Französisch-Polynesien und Neukaledonien versteht sich Frankreich auch als pazifische Macht und sucht die militärische Zusammenarbeit mit regionalen Verbündeten und Partnern. Laut dem Londoner “International Institute for Strategic Studies” (IISS) sind in Französisch-Polynesien 1.180 und in Neukaledonien 1.660 Soldaten stationiert. Drei Seeaufklärer “Falcon 200 Gardian” sind in Polynesiens Hauptstadt Papeete und zwei weitere dieses Typs in der neukaledonischen Hauptstadt Nouméa beheimatet.

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