Neue Behandlung von Depressionen

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Mit diesem Helm können Patienten zu Hause selber die TMS-Behandlung durchführen. (Bild: BS/MEXT)

Das Forschungsvorhaben MEXT mit Mitarbeitern aus der Universität der Bundeswehr München hat eine Methode zur Behandlung von Depressionen weiterentwickelt. Dieser neue, technologiebasierte Therapieansatz bricht mit dem gängigen Prinzip, Patienten über vier bis sechs Wochen täglich einer 20-minütigen, stationären TMS-Therapiesitzung zu unterziehen.

Die transkranielle Magnetstimulation (TMS) ist eine Technologie, bei der mit Hilfe starker Magnetfelder Bereiche des Gehirns sowohl stimuliert als auch gehemmt wer-den können. Damit ist die TMS ein nützliches Werkzeug in der neurowissenschaftlichen Forschung. Bisher auf dem Markt befindliche Geräte funktionieren nach dem gleichen, 35 Jahre alten Prinzip. Das Gerät von MEXT bricht fundamental mit diesem Ansatz und ist durch den modularen Multilevel-Aufbau unter Verwendung vieler Module nun dazu in der Lage, beliebige Signalformen zu erzeugen. Dadurch wird es möglich, kompaktere, leisere und transportable Geräte zu fertigen.

Durch das nun entwickelte TMS-Wearable soll eine Behandlung von zu Hause aus möglich werden. Weltweit leiden 350 Millionen Menschen unter Depressionen. Bei einem Heimgerät würde ein Großteil dieser Menschen ein Wearable in Anspruch nehmen können. Der Therapieansatz ist aber nicht nur für Depressionen geeignet, sondern auch für Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS).

MEXT wird auch auf dem Defence Innovation Pitch Day vertreten sein, der am 4. und 5. November in München stattfindet.

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