Neues Kapitel der deutsch-israelischen Beziehung

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Der Inspekteur der deutschen Luftwaffe, Generalleutnant Ingo Gerhartz, flog den Eagle Star. (Foto: BS/Bundeswehr/Marc Thöne)

Seit Sonntag fliegen deutsche Eurofighter im Rahmen der multinationalen Luftwaffenübung “Blue Flag” über Israel. Mit sechs Eurofightern und rund 160 Soldatinnen und Soldaten nimmt die deutsche Luftwaffe an Blue Flag teil.

Es war ein historischer Augenblick in der deutsch-israelischen Beziehung. Eröffnet wurde die Übung durch einen gemeinsamen Flug der beiden Luftwaffenchefs. General Amikam Norkin flog in einer F15, Generalleutnant Ingo Gerhartz im sonderfolierten Eagle Star. Erst im Sommer 2020 nahmen erstmals israelische Flugzeuge an einer Übung über Deutschland teil. Damals führten die beiden Luftwaffenchefs den Vorbeiflug an der KZ-Gedenkstätte Dachau an. An diesem Sonntag überreichte Generalleutnant Gerhartz zudem General Norkin das Große Verdienstkreuz mit Stern der Bundesrepublik Deutschland mit den Worten: “Ein wahrer Freund Deutschlands.”

Insgesamt nehmen an Blue Flag 70 Flugzeuge und rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten aus acht Nationen (Gastgeber Israel, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Indien, Italien und USA) teil. Es ist die größte internationale Luftwaffenübung, die bisher in Israel stattgefunden hat. Für Israel ist es ein wichtiges Signal auch in die umliegenden Länder und die Palästinensergebiete, welche versucht hatten mittels Desinformationskampagnen Israel zu isolieren.

“Israel bietet mit seinen freien Lufträumen und seiner Topographie, die in weiten Strecken unter dem Meeresspiegel liegt, beste Trainingsvoraussetzungen für unsere Piloten”, beschreibt die Bundeswehr. “Neben rund 60 Kampfflugzeugen wird auch der ‘Eagle Star’ am Himmel über der Negev-Wüste zu sehen sein. Dieser sonderfolierte Eurofighter repräsentiert die besondere, freundschaftliche Beziehung zwischen der deutschen und israelischen Luftwaffe.”

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