Bundesverwaltung will Messenger von Wire Swiss GmbH nutzen

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Für die asynchrone Kommunikation möchte die Bundesverwaltung für den Geheimhaltungsgrad VS-NfD zukünftig den Messenger des Herstellers Wire Swiss GmbH (WIRE) nutzen. Eine entsprechende Empfehlung des BSI liegts bereits vor. (Foto: Free-Photos, pixabay.com)

Im Zuge der Dienstekonsolidierung prüft die Bundesregierung den Einsatz vom Messenger WIRE in der Bundesverwaltung in einem Proof of Concept (PoC). Dafür ist das Ziel, die Kommunikationsplattform plattformübergreifend im Geheimhaltungsgrad VS – Nur für den Dienstgebrauch (VS – NfD) zu nutzen.

Vorteile der Kommunikationsanwendung ist das Ende-zu-Ende verschlüsselte Messaging, welches die Funktionalität mit VS-NfD zugelassenen Endgeräten im Netz des Bundes sicherstellt. Des Weiteren hat der Messenger bereits zuvor grünes Licht vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten. Die Behörde prüfte notwendige Erkenntnisse zu Produkt und Hersteller und gab letztendlich eine Freigabeempfehlung für den Einsatz in der Bundesverwaltung bis zum Einsatz von VS-NfD gemäß Verschlussanweisung ab.

Unklar ist allerdings, inwiefern das Unternehmen WIRE eine Zusammenarbeit mit ausländischen Nachrichtendiensten unterhält. Eine entsprechende Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag wurde von der Bundesregierung nicht beantwortet. Begründet wurde die Auskunftsverweigerung mit “Gründen des Staatswohl”. Ferner könne eine etwaige Antwort “Rückschlüsse auf die Arbeitsweise und Zusammenarbeit der Nachrichtendienste” zulassen, erklärte die Regierungskoalition.

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