Mehr Wohnraum durch Prämien

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Aus eins mach zwei? So könnte bald in manchen Kommunen im Ländle der Slogan für die Aktivierung von Wohnraum lauten. (BS, anncapictures, pixabay.com)

Baden-Württemberg will mit Prämienanreizen für Kommunen Wohnraum schaffen, ohne neue Flächen zu versiegeln. “Dazu müssen wir die schlummernden Reserven im Bestand heben,” erklärt Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Die Wiedervermietungsprämie, eingeführt im Juli 2020, hat bereits dafür gesorgt, dass 60 längerfristig leerstehende Wohnungen wiedervermietet wurden. Die Laufzeit dieser Prämie wurde nun vom baden-württembergischen Landeskabinett verlängert und soll durch weitere Prämien ergänzt werden. Hierzu gehört die Unterstützung von “Tauschbörsen”, in denen passgenauer Wohnraum je nach Lebensphase vermittelt werden kann. Prämiert werden sollen zudem Kommunen, die Eigentümer dazu bringen leerstehende Ladenflächen in Innenstädten in Wohnraum umzuwandeln und Kommunen, die den Um- oder Ausbau von Einfamilienhäusern fördern, sodass mehrere oder barrierefreie Wohneinheiten entstehen.

Vorgesehen ist ein Fördervolumen von rund einer Millionen Euro aus den Mitteln des Kompetenzzentrums Wohnen als Teil des Kommunalfonds Wohnraumoffensive Baden-Württemberg. Bis zu 2.000 Euro zahlt das Land bei der Wiedervermietungsprämie pro reaktivierte Wohnung, die Höhe und konkrete Ausgestaltung der weiteren Prämien soll in enger Abstimmung mit den Kommunen festgelegt werden. Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, erläutert: “So können wir sicherstellen, dass die Prämien nachgefragt werden und die gewünschte Wirkung entfalten.” Die Vorteile solcher Prämienmodelle sind, laut Ministerpräsident Kretschmann, unbürokratische, flexible und schnelle Förderungen, die in den Kommunen Bewusstsein für die Probleme schaffen.

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